Scan 480
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Odani, Giuseppe Morello. — Neapel. 1738.
2Andere nennen ihn kurzweg Giuseppe Morelli; wenn Vidal seinen Zettel richtig gelesen hat, dann hiess er jedoch G. M. Odani. Seine Arbeit ist gut, sein Lack rothbraun, manchmal fast schwarz.
4Oddone, Carlo Giuseppe. — Turin. Geb. 1866 in Turin.
5Schüler von Rinaldi, bei dem er von 1889—1899 arbeitete, und von F. W. Chanot, bei dem er zwei Jahre blieb. Im Jahre 1901 ging er von England in seine Heimat zurück und eröffnete seine eigene Werkstatt. Seine Violinen werden gelobt.
7Odoardo, Antonio, gen. Il Lanaro. — Ascoli. XIX. Jahrh.
8Neffe von Giuseppe „Villano d’Ascoli“. Seine Geigen sind mittelmässig. — Auch sein Sohn ist Geigenmacher geworden.
10Odoardi (Oduardi), Giuseppe. — Ascoli (Picene), gen. il villano d’Ascoli. Geb. am 6. April 1746 in Poggio di Bretta, † um 1786.
11Sohn des Antonio Odoardi, der ein vielseitiger Dilettant war. Odoardi’s Geburtszeit wird meist um ein Jahrhundert zu früh angegeben. Galeazzi erzählt (1791) von ihm, dass er ein Bauer gewesen sei, ohne Lehrer sich zu einem trefflichen Geigenmacher ausgebildet und an 200 Geigen gemacht habe, aber schon mit etwa 28 Jahren gestorben sei, was offenbar unrichtig ist. Valdrighi fand eine Violine von ihm von 1784 mit der No. 149, die aber durchaus nicht aussergewöhnlich gut war. Andere Arbeiten von ihm stehen unter dem Einfluss von Mariani und Sacchini. Sein Patron ist von mittlerer Grösse und erinnert an Montagnana. Der Lack ist gelbbraun oder auch dunkelbraun. Sein Name wird gern missbraucht und in allerlei alten Geigen eingeklebt.
13Oeberg, S. A. — Stockholm. 1895. 1897.
14Ein Tischler, der nebenbei auch Geigen gemacht und reparirt hat.
16Öhberg (Oeberg), Johann. — Stockholm. 1750. 1793.
17Er ist entschieden der beste schwedische Geigenmacher. Man trifft häufig sehr schöne Instrumente, zumeist Violoncelli von ihm, und man muss sich unwillkürlich fragen, woher hat er die Form und woher hat er das herrliche Holz, denn es muss damals in Schweden nicht leicht gewesen sein, sich solches aus dem Auslande zu verschaffen. Hie und da kommen freilich auch sehr liederlich gemachte Geigen von ihm vor, denen meist die Einlage fehlt. Die F-Löcher an seinen Violoncelli sind fast durchwegs unschön. Im Uebrigen hat er ein hochgewölbtes Modell bevorzugt, das auf das Stainer’sche zurückgeht. Gelber oder dunkelbrauner Lack. Eine schwedische Zither von ihm findet sich bei Claudius in Malmö.
19Oehme, Adam Gottfried. — Freiberg i./S. Erste Hälfte des XIX. Jahrh.
20Ausser Orgeln und klavierartigen Instrumenten hat er auch einige Harfen und Guitarren gemacht.
22Oeller, Carl, hat eine Musikinstrumentenfabrik in Salzburg.
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