Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 484

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

26 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 462. See the scan on archive.org.

1Osterberg, August. — Gothenburg.
2Ein Instrumentenmacher der Malmsjö-Pianofabrik, der auch Geigen macht und einige davon 1897 in Stockholm ausgestellt hat.
4Ostermünchner. Andreas. — Mittenwald. 1720. 1730.
5Trat 1720 bei Joh. Dänzel in die Lehre, wo er, nicht ohne dass es mehrfach zu Misshelligkeiten kam, fünf Jahre blieb. Ueber seine Arbeit kann nichts gesagt werden.
7Ostertag. — Hamburg. 1890.
8Geschickter Geigenmacher, der lange in England gearbeitet hatte und sich vorübergehend in Hamburg niederliess.
10Ostler, Andreas. — Breslau. 1730. 1770.
11Er hat einige recht hübsche Violinen und Violoncelli nach dem Stainer-Modell, grosses Patron, gemacht und verwandte schönes, geflammtes Holz. Sein Lack ist meist gelb oder braun. Eine 1878 von den Brüdern Mahillon in Paris ausgestellte Viola d’amore von ihm aus dem Jahre 1730 zeigte allerdings nur handwerksmässige Arbeit. Seine Zettel sind meist mit grossen deutschen Buchstaben gedruckt.
13Ostler, Franz. — Wien. 1706. 1729.
14Er wohnte ‘im „Wübmer Viertel“ (Wieden) und legte am 20. März 1706 den Bürgereid ab. Ob er mit dem Breslauer Meister verwandt war, liess sich nicht feststellen, obwohl die Arbeiten Beider auf die gleiche Schule hinweisen.
16Otho, Carl August. — Leipzig. Geboren 24. April 1836 in Frohberg i. S. † 1892.
17Mitglied der Leipziger Gewandhauscapelle (Contrabassist) und Geigenmacher, der auch allerlei Versuche und Erfindungen gemacht hat. Am bekanntesten darunter ist sein fünfsaitiger Contrabass (C-E-A-D-G), den R. Wagner, Bülow, Nikisch u. A. sehr gelobt haben, der aber wegen der Schwierigkeit, ihn zu behandeln, nicht in Aufnahme kam. Eine Violine kleinster Form (Uebungsinstrument) von ihm besitzt die kgl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin. — Auch als Händler mit alten Geigen war er geschätzt; 1888 gab er sein Geschäft auf und verkaufte seinen Waarenbestand an Gebr. Hug.
19Ott, Andreas. — Prag. 1648. † zwischen 1663—1667.
20Sohn von Gg. und Apollonia Ott; aus Füssen eingewandert, liess er sich in Prag als Lauten- und Geigenmacher nieder, heirathete dort am 26. April 1648 Barbara, die Tochter des Math. Maidl von Plan und erwarb 1660 (gleichzeitig mit seinem Sohne Anton) das Bürgerrecht auf der Prager Kleinseite*). Eine Viola von ihm aus dem Jahre 1657 ist im Besitze der St. Veitskirche in Prag.
22Ott, G(eorg?). — Füssen. 1620.
23Mittelmässiger Lautenmacher, dessen Arbeiten weder in der Form noch in der Ausstattung zu loben sind. Vielleicht der Vater des Andreas Ott.
25*) Er hatte drei Söhne und fünf Töchter, von denen eine den Geigen- und Lautenmacher Pradter heirathete.

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