Scan 488
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Otto, Louis. — Düsseldorf. Geb. 15. Juli 1844 in Ludwigslust i./M.
2Sohn und Schüler von Carl Aug. O. Am 1. November 1865 ging er zu seinem Vetter Ludwig O. nach Köln und blieb da bis zum 22. April 1866. Hierauf kam er zu Aug. Riechers nach Hannover, bei dem er bis 22. September 1872 blieb. Tags darauf begründete er in Düsseldorf sein eigenes Geschäft. Die Zeit, die er bei Riechers zugebracht hat, war von nachhaltigem Einfluss auf ihn und er gilt mit Recht als einer der besten Schüler dieses Meisters. Er ist einer der wenigen Geigenmacher, die auch heute noch ihre Streichinstrumente in allen Theilen selbst herstellen. In Bezug auf die Sorgfalt der Ausführung wird er von Niemand übertroffen. In seiner ersten Zeit arbeitete er nach Amati und Guarneri, jetzt aber ausschliesslich nach Stradivari. Er besitzt viele Aus-
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8zeichnungen und ist fürstl. hohenzollern'scher Hofgeigenmacher. Seit 1894 stellt er auch einen Oellack her, der von vielen Fachgenossen angewendet wird. Auf Anregung des Musikdirektors Mengelberg des Amsterdamer Concertgebouw Orchesters macht er seit 1900 auch fünfsaitige Contrabässe, von denen das genannte Orchester 6 Stück besitzt, die allgemein Bewunderung wegen ihrer herrlichen Tonfülle und ungewöhnlich sauberen Ausführung erregen. Die Bässe sind nach einem selbst entworfenen Modell in Stradivari-Typus gemacht.
10Louis Otto
11fecit Düsseldorf anno 1899
12No 289.
14Otto, Ludwig. — Erfurt, Köln, St. Petersburg. Geb. 16. Sept. 1821 in Jena, † 10. Febr. 1887 in St. Petersburg.
15Sohn und Schüler von Georg Aug. Gottfr. O. Nach längeren Studienreisen liess er sich zuerst in Erfurt nieder, siedelte dann um 1855 nach Köln über,
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