Scan 506
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Pellizon, Giuseppe. — Görz. Geb. um 1799, † 15. Dec. 1874.
2Aeltester Sohn von Antonio I. P., dessen Schüler und Nachfolger. Er war, wie seine Brüder, hauptsächlich Reparateur, doch hat er auch einige neue Geigen gemacht.
3Pelz, Robert, hatte in Chicago eine Werkstatt und betreibt jetzt hauptsächlich einen Handel mit Geigen.
4Pemberton, Edward. — London. 1660.
5Vielleicht ein Sohn oder Enkel von J. Pemberton. Wenn die Geigen, die seinen Namen tragen, echt sind, dann war er kein Meister. Seine Arbeit ist roh, der Lack aber nicht schlecht und auch der Ton manchmal weich und angenehm.
6Pemberton, J. — London. Um 1580.
7Ein seiner Zeit ziemlich berühmter englischer Lautenmacher, dem auch die mit nebenstehender Marke bezeichnete Violine von sehr eigenthümlicher Form des Earls of Warwick (im South K. M. 1872 ausgestellt) zugeschrieben wird. Die Decke scheint übrigens neueren Datums zu sein. Diese Violine — ihre Echtheit vorausgesetzt — wäre demnach das älteste bekannte Beispiel einer in England gemachten.
8Penscher, Maria. — Cremona. 1686.
9Ein Cello mit diesem Namen, der jedenfalls falsch gelesen ist, weist das Nic. Selhof'sche Auctionsverzeichniss auf.
10Penze s. Penzl.
11Penzel, Rob. Paul. — Adorf i./V. Geb. in Adorf 5. Oct. 1872.
12Von 1887—1891 Schüler von Reinhold Schmidt in Markneukirchen. Nach einer mehrjährigen Gehilfenzeit, in der er u. A. bei Rud. Heckel in Dresden arbeitete, begründete er 1897 in seinem Heimathsorte sein eigenes Geschäft. Er copirt alte Meister-Instrumente und bringt in seinen Arbeiten einen Stempel an.
13Penzenetti, Antonio. — Bologna. 1801 (?).
14Der Name war schlecht leserlich, die Violine von sehr grossem Patron und gutem Holz.
15Penzl, A. Lorenz. — Fleissen. 1893. 1903.
16Seine eigene Werkstatt eröffnete er 1893 und gilt seinen Abnehmern als guter Streichinstrumentenmacher.
17Penzl (Penze), Ignaz. — (Schönbach oder Fleissen?) 1757. 1772.
18Seinem Stil nach ein Böhme, der wie die benachbarten vogtländischen Geigenmacher seiner Zeit (Hamm, Ficker, Pfretzschner etc.) seinem Zettel einen Wortlaut gab, der bei Unkundigen die Vermuthung aufkommen liess, als habe man es mit einem Cremoneser zu thun. Das Modell ist nicht übel und auch das Holz manchmal recht gut, — aber durchaus nicht italienisch. Der Ton ist weich und voll, der Lack aber (gelbroth oder braun) schon in Wasser löslich und schlecht. Eine Geige von ihm besitzt J. Rommel in Elisenhof bei Werneuchen. Auf seinen Zetteln erscheint der Name meist Penze (wohl in Folge eines Druckfehlers) geschrieben, manchmal auch Ponze.
19Perault (Perrault). — Paris. 1775. 1777.
20Er wohnte Rue du Petite-Muse, ist aber sonst so gut wie unbekannt.
22*) Auf späteren Zetteln ist Cremona richtig mit C gedruckt.
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