Scan 512
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Pfretzschner, Carl Friedrich II., geb. 17. Nov. 1845.
2Sohn und Schüler von Carl Gottlob Pfr., bei dem er eine gute Schule durchmachte. Schon mit 10 Jahren wurde er angehalten, Stege und Saitenhalter zu schneiden; mit 16 Jahren machte er schon fertige Geigen. Nach dem Tode seines Vaters ging er nach Leipzig zu L. Bausch jun., wo er seine Ausbildung vollendete. Als Ernährer seiner Mutter wurde er nicht sofort zum Militär genommen, verheirathete sich 1869, wurde aber 1870 bei Ausbruch des Krieges zu den Fahnen gerufen und hat den ganzen Feldzug mitgemacht. Er ist ein sehr geschickter Geigenmacher, und auch seine beiden Söhne erwählten den gleichen Beruf. Sein Sohn ist:
3Pfretzschner, Carl Friedrich III., geb. nach 1870.
4Pfretzschner, Carl Gottlob, geb. 23. Jan. 1807, † 28. Aug. 1863.
5Sohn und Schüler von Christian Gottfr. Pfr. Nach vollendeter Lehrzeit arbeitete er etwa vier Jahre in Dresden und ebenso lange in Hamburg. Nach seiner Rückkehr machte er sich selbstständig und heirathete die Tochter des Geigenmachers Johann Ficker (gen. Fickerhansel). Er war einer der geschicktesten Geigenmacher seiner Zeit, doch hinderte ihn an der vollen Entfaltung seiner Fertigkeit ein über 30jähriges Siechthum, dem er mit Heldenmuth trotzte. Nur zuletzt musste er 1 1/2 Jahre im Bette liegend zubringen. Er machte seine Geigen sowohl aus freier Hand wie auch über die Form.
6Pfretzschner, Christian Gottfried. Geb. 1. Dec. 1784 in Markneukirchen, † 29. März 1857.
7Seine Hauptarbeitszeit fällt mit dem tiefsten Verfall der vogtländischen Geigenmacherei zusammen. Es wurden damals nur ganz geringwerthige Geigen gemacht, und so beschränkte auch er sich lediglich darauf, die billigsten Dutzendgeigen herzustellen. Seine beiden Söhne Carl Gottlob und August wurden gleichfalls Geigenmacher.
8Pfretzschner, Elias s. Joh. Elias.
9Pfretzschner, Friedrich Adolf, geb. nach 1872.
10Sohn von Carl Friedrich II. Pfr.
11Pfretzschner, G. A., Fabriksfirma, die u. A. 50 Geigenmacher beschäftigt. Dem Besitzer Adolf Pfr. gehört auch die Firma »M. C. R. Andorff«.
12Pfretzschner, Johann Adam I., geb. um 1696, lebte noch 1738.
13Er wurde 1716 als Meister in die Zunft aufgenommen.
14Pfretzschner, Johann Adam II., geb. um 1720, lebte noch 1750.
15Sohn von Joh. Elias Pfr. Er wurde 1738 Meister. So lange man nicht weiss, wann Johann Adam I. Pfr. gestorben ist, wird es schwer bleiben, seine Arbeiten von denen seines gleichnamigen Oheims zu unterscheiden.
16Pfretzschner, Johann Carl, geb. 1740, † 12. Aug. 1797.
17Wahrscheinlich ein Sohn von Johann Adam Pfr., er wird ausdrücklich als Geigenmacherssohn bezeichnet und wurde 1760 Meister. Er erreichte ein Alter von 57 Jahren 10 Monate 5 Tagen.
18Pfretzschner, Johann Elias I., geb. nach 1690, lebte noch 1730.
19Vermuthlich der Stammvater der Familie. Seine Geigen sind nicht schlecht, aber auch nicht besser als die der meisten seiner vogtländischen Zeitgenossen. Er scheint weder in Neukirchen geboren noch dort gestorben zu sein.
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- Pfretzschner, Carl Friedrich II.
- Pfretzschner, Carl Friedrich III
- Pfretzschner, Carl Gottlob
- Pfretzschner, Christian Gottfried
- Pfretzschner, Friedrich Adolf
- Pfretzschner, Johann Adam I.
- Pfretzschner, Johann Adam II.
- Pfretzschner, Johann Carl
- Pfretzschner, Johann Elias I.
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