Scan 517
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Pilotti, Giuseppe. — Bologna. Geb. 1784, † 1838.
2Ein Musikinstrumentenmacher von wenig hervorragenden Eigenschaften.
4Piltz (Pilz), Gottfried. — (Mark-)Neukirchen. 1732.
5Er soll erst als Musketier gedient und sich dann in Markneukirchen als Geigenmacher niedergelassen haben.
7Piltz, Hans Georg. — (Mark-)Neukirchen. 1752.
8Sohn von Gottfried P. Sein Name ist ebenso wenig wie der seines Vaters in den Markneukirchner Pfarrbüchern zu finden. Er scheint also weder dort geboren noch dort gestorben zu sein.
10Pimpard. — Jenzat. — 1870. 1889.
11Er war lange Werkführer bei Pajot, machte sich 1881 selbstständig und macht Bauernleiern (•Viellen•) wie die Pajots.
13Pingrier, Frédéric. — Paris. 1882. 1890.
14Schüler von Jos M. Chardon; er ist jedoch kein Geigenmacher von Beruf, sondern nur aus Liebhaberei.
16Pique, François Louis. — Paris. Geb. in Rorei (Roret) bei Mirecourt 1758, † in Charenton Saint-Maurice bei Paris 1822.
17Schüler von Saunier. Er kam um 1777 nach Paris und wohnte erst in der Rue Coquillière, •au coin de la rue du Bouloy• und zog 1778 in die Rue Plâtrière; 1790 wohnte er wieder Rue Coquillière, diesmal aber •vis-à-vis le roulage de France•, und von da verlegte er seine Werkstatt nach der Rue de Grenelle St.-Honoré, und dort blieb er bis 1816, in welchem Jahre er sich auf sein Besitzthum in Charenton St.-Maurice zurückzog; doch scheint sein Geschäft noch eine Zeit lang weiterbestanden zu haben; wenigstens findet sich in der Sammlung Snoeck eine Geige mit seinem Zettel und der Jahreszahl 1830. Er war ein sehr feiner Copist von Stradivari und zeichnet sich durch musterhafte Arbeit aus. Das Holz ist sehr gut, die Schnecke zierlich, die F-Löcher schwungvoll und der Lack von schöner, rother oder rothbrauner Farbe, nur manchmal zu dick und nicht durchsichtig genug. Spohr stellt seine Geigen denen von Lupot fast gleich, was um so richtiger ist, als thatsächlich feststeht, dass Lupot für Pique Geigen gemacht hat, die dieser lackirte und mit seinen Zetteln versah. Er war Lieferant des Conservatoriums und hat ziemlich viel Geigen gemacht. Die besten erreichen Preise bis zu 2000 M. Eine Theorbe von 1779 besitzt das Pariser Conservatorium von ihm, eine Geige von 1806 Fürst Lobkowitz auf Schloss Roudnic.
19Pique, rue de Grenelle
20St Honoré, au coin de celle des 2 Ecus; à Paris, 18
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