Scan 520
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
28 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 498. See the scan on archive.org.
1Placht, Mathias Wenzel I. 1708. 1740.
2Die Orgelschule in Prag besitzt eine Violine von ihm.
4Placht, Mathias Wenzel II. 1765. 1774.
5Sohn von Elias Placht (Plachte), Er war Bürger und Geigenmacher in Schönbach und war seit 2. Juli 1765 mit Elise Ostermann verheirathet. Seine zweite Frau war Magdalene geb. Elgass.
7Placht, Mathäus, lebte 1739, 1740.
8Sein Modell ist hochgewölbt, weicht aber von Stainer in den Umrissen wesentlich ab.
10Placht, Rudolf, lebt noch als Geigenmacher.
12Placht, Wenzel I. 1772.
13Er wohnte im Hause No. 12. Ein anderer Wenzel Placht ist heute noch thätig.
15Placht, Wenzeslaus, kommt um 1740 vor.
17Placht, Gebr. — Schönbach, Wien.
18Eine seit den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts bestehende Firma, die Niederlagen in Budapest und New York hat und mit Schönbacher Erzeugnissen handelt.
20Plachte, Anton. — H…… 1744.
21Ein sehr guter Geigenmacher, auf dessen Zettel leider der Wohnort unleserlich geworden ist. Ich besitze von ihm eine Bratsche von vorzüglichem Ton. Das Modell erinnert an die nordböhmische Schule; die Arbeit ist überall gediegen, der braune Lack klar und das Holz gut. Er scheint italienische Vorbilder gekannt zu haben; die Wölbung ist von mittler Höhe, und da die Zargen jetzt erhöht sind, scheint er diese niedrig genommen zu haben Der Boden ist aus einem Stück.
23Plachte (Placht), Elias. — Schönbach b./E. Geb. zu Niemes um 1690. 1723.
24Er wird in der Taufmatrikel 1721 als Förster, im Jahre 1723 aber ausdrücklich als Geigenmacher bezeichnet. Da die Matrikelbücher nicht über 1698 zurückreichen, so ist dies der älteste urkundlich nachweisbare Meister Schönbachs, obwohl feststeht, dass die Geigenindustrie hier wesentlich weiter zurückreicht. Der Name Plachte dürfte von dem böhmischen Worte *plachta* abgeleitet sein. Elias Plachte gilt übrigens als der Stammvater der heute noch blühenden Familie Placht.
26Plane (nicht Plain), Walter. — Glasgow. Geb. um 1804 in Edinburgh, † um 1879 in Glasgow.
27Er war ursprünglich Tischler und kam um 1848 nach Glasgow, wo er einen kleinen Laden als Geigenmacher innehatte. Er machte viele Geigen und Violoncelli nach Stradivari, die als recht gute Orchesterinstrumente gelten können. Eine Zeit lang hatte er viel Zuspruch, später aber kam er in seinem Vermögen so herunter, dass er im Armenhause gestorben sein soll. Sein Holz war gut, nur der braune Lack etwas zu hart.
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