Scan 526
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Poppenberger, Johann. — Pressnitz i. B. 1851. 1893.
2Machte hauptsächlich Guitarren und Harfen.
3Porgt, Ludwig. — Regensburg. 1525.
4Er war Lautenmacher und „Lautenschlager“ und gehörte zu den berühmteren deutschen Meistern seiner Zeit.
5Porion (Poiron), Charles. — Paris (?). 1707.
6Nach Fétis war er Hoflautenmacher unter Ludwig XIV. Eine ihm zugeschriebene Pandore besitzt das Museum des Conservatoriums in Brüssel (No. 257).
7Porlon s. Borlon.
8Portoghese, Francesco. — Rom. 1616.
9Er stammte aus Sicilien und war in der via dei liutari als Lautenmacher in Rom ansässig. Mehr ist vorläufig über ihn nicht bekannt.
10Posch (Bosch), Antony. — Wien. 1701. 1742.
11Er wohnte im Kärnthnerviertel und legte am 20. Juni 1707 den Bürgereid ab. Ein tüchtiger Meister, der in grossem Ansehen stand und Hoflautenmacher war. Sein Lack erscheint heute fast schwarz, die Schnecke ist kunstvoll, der Ton aber nicht besonders edel. Eine gute Viola von 1702 von ihm besitzt das Stift St. Florian in Oberösterreich, einen Contrabass von 1730 Fürst Lobkowitz auf Schloss Roudnic und der selbe eine Viola von 1701.
12Posch (Bosch), Anton Stephan. — Wien. 1732, † 1750.
13Sohn von Antony P., wohl auch dessen Schüler, wie er sein Nachfolger als Hoflautenmacher gewesen ist. Prachtvolle Arbeit, vorzüglicher, rothgelber Lack. Sein Modell ist hochgewölbt. Er wohnte, wie sein Vater, im Kärnthnerviertel und legte am 3. Juni 1733 den Bürgereid ab. In den Steuerbüchern kommt er bis zu seinem Tode vor.
14Posch (Bosch, Boss), Laux. — Schongau. 1550. 1564.
15Zweifellos einer der berühmtesten Lautenmacher seiner Zeit. Da die Magistratsacten in Schongau nicht bis 1550 zurückgehen, war etwas Näheres über ihn nicht zu ermitteln. Wohl aber ist es bekannt, dass er für den bayrischen Hof und andere grosse Herren seiner Zeit viel zu thun hatte. Eine ganze Reihe von Arbeiten von ihm befand sich in Raymund Fugger's Musikkammer. Das Verzeichnis derselben aus dem Jahre 1566 zählt die folgenden auf: „No. 66 eine Lauten von Flader von Laux Bosch zu Schongau. No. 68 Ein Bafs von Fladerholz von Laux Bosch zu Schengau, No. 69 Ein Diskäntle von Fladerholz, roth, von gedachtem Meister No. 70 eine alte Lauten mit einem grünen Bärtle von L. Bosch. No. 71 Ein Diskant von rothem Flader, von Gedachtem . . . . No. 78 Eine Bafs von Cyprefsen von Schongau . . . No. 82 Ein Bafs von Eibenholz von Schongau, No. 83 Eine Lauten, halb Elfenbein und halb Sandl, 1 Bafs von Schongau.“ Vgl. Stockbauer, Kunstbestr. unter Albrecht V. und Wilh. V. S. 83. — In den bayrischen Hofrechnungen unter Albrecht V. vom Jahre 1564 heisst es: „Laux Possen, dem Lautenmacher von Schongau, von wegen 3 trüchel (Trögel) die er gemacht . . . 405 fl.“ (Vgl. Westenrieder Beitr. III. S. 75.)
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- Poppenberger, Johann
- Porgt, Ludwig
- Porion, Charles
- Portoghese, Francesco
- Posch, Anton Stephan
- Posch, Laux
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