Scan 528
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Powell, Royal I. — London. 1787. 1800.
2Von ihm gilt dasselbe wie von seinem Bruder Thomas I.
4Powell, Thomas I. — London. 1785. 1808.
5Ein geschickter Geigenmacher, der viel für William Forster & Sohn arbeitete.
7Powell, Thomas II. u. Royal II. — London. 1800.
8Die beiden Söhne von Thomas I. P.; sie waren Geigenmacher und wohnten um 1800 in St. Jones Square St. Lukes. Näheres über sie ist nicht bekannt.
10Powers, Clark. — Boston. Geb. in Vermont (V. St. Am.) 1856.
11Nachdem er 25 Jahre als Gehilfe gearbeitet, darunter zwei Jahre lang in England, Deutschland und Oesterreich, liess er sich als Geigenmacher im Jahre 1888 in Boston nieder. Er arbeitet nach Cremoneser Vorbildern und nach einem eigenen Modell, wobei er einen Nachdruck auf das Gleichgewicht legt. Er verwendet Oel- und Spirituslack. Viele seiner Geigen scheinen jedoch Markneukirchner Fabrikat zu sein.
13Pozzini, s. Pazzini.
15Pozzini (Pazzini), Gaspare. — Brescia. 1691. 1699.
16Auch die ihm zugeschriebenen Geigen haben Aehnlichkeiten mit denen Maggini's. Er dürfte ein Sohn Giovanni Gaet. P.'s gewesen sein. Valdrighi bevorzugt die Schreibweise Pozzini.
18Pradl (?), Leonhard. — München. Ende d. XVII. Jahrh.
19Eine Laute mit diesem Namen befindet sich im bayrischen National-Museum in München. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass der Zettel verstümmelt ist und "Pradl" identisch sein dürfte mit dem Prager Meister Leonhard Pradter.
21Pradter, Josef. — Prag. 1714. 1727.
22Vermuthlich ein Sohn von Math. P. Er heirathete am 25. April 1714 im Pfarrsprengel St. Egidi, zu dem auch Math. P. gehörte. Eine Viola von ihm mit flachem Boden besitzt die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien mit dem Zettel:
24Pradter, Leonhard. — Prag (Kleinseite). 1675. † vor 1692.
25Er stammte aus Tyrol, wahrscheinlich aus Vils, wurde 1675 Bürger zu Prag (Kleinseite), heirathete im selben Jahre die 1654 geborene Tochter Anna Barbara des Geigenmachers Andr. Ott und erlangte am 21. Nov. 1675 das Bürgerrecht. In den Urkunden wird sein Name meist Brater geschrieben. auch Broder, Prodter; selbst Prantner (Brantner) kommt vor; er schrieb den Namen "Pradter". Er war ein vielbeschäftigter Meister, der u. A. von 1682—1684 eine ganze Reihe von Instrumenten für den Chor der Prager Lorettokirche machte. Eine theorbirte Laute (863 mm lang, 300 mm breit) befindet sich in den kunsthist. Sammlungen d. A. H. Kaiserhauses in Wien (Burgring 5), Inv. No. 4041, mit der Inschrift: Rücken aus 9 schwarzlackirten Holzrippen mit Elfenbeinreifen, 11 Doppel- und 2 Einzelsaiten. Eine Laute im Münchner Nat.-Mus. trägt einen Zettel, auf dem
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