Scan 539
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Rauch.
2der Form und verwendete einen dunkelbraunen Spirituslack. Eine Geige von ihm aus dem Jahre 1762 besitzt das Benedictinerstift St. Margaret b. Prag, eine von 1776 die St. Thomaskirche in Prag.
4Joseph Rauch, Geigen- und Lauten-Macher Comothau Anno 1795
6Rauch. Josef II. — Komotau. 1834.
7Wahrscheinlich ein Sohn von Jos. R. I. In der fürstlich Lobkowitz'schen Sammlung auf Schloss Roudnic befinden sich drei Violinen von ihm aus dem Jahre 1834.
9Joseph Rauch me fecit Comotovii anno 1834
11Rauch, Sebastian. — Prag. 1700. 1724.
12Er soll aus dem Augsburgischen stammen und nach Prag gekommen sein, nachdem er vorher bei Schelle in Nürnberg gearbeitet hatte. Er wohnte auf der Kleinseite, und erlangte am 7. Sept. 1700 das Bürgerrecht, nachdem er schon am 6. Juni desselben Jahres Anna Marie, die Wittwe des Geigenmachers Pürtzel, geheirathet hatte. Er kam bald zu grossem Ansehen und war ein sehr tüchtiger Meister. Er hatte zwei Söhne: Joseph und Thomas. Seine Tätigkeit lässt sich in Prag bis 1724 verfolgen; er scheint dann gestorben zu sein, wenn man nicht annehmen will, dass er ausgewandert ist, wozu er keinen erkennbaren Grund gehabt hätte. Immerhin kommen Geigen vor, die von einem Sebastian Rauch in Hamburg 1725 gefertigt sein sollen. In Hamburg aber lässt sich ein Seb. Rauch urkundlich nicht nachweisen. Da der Name Sebastian Rauch obendrein von mehreren Geigenmachern geführt wurde, könnte, selbst wenn ein solcher Nachweis gelange, die Identität mit dem Prager Meister nicht leicht festgestellt werden. Seine Arbeit ist manchmal unschön in der Form, immerhin aber originell; auch nahm er die Wölbung häufig flacher, als seine Zeitgenossen; besonders schön ist jedoch sein gelber Lack, und den Ton verstand er zweifellos vortrefflich zu berechnen. Eine Geige von ihm aus dem Jahre 1714 besitzt das Stift Ossegg, eine andere war auf der Prager ethnographischen Ausstellung von 1895 zu sehen. Einen Contrabass von 1713 besitzt die Prager Kreuzherrenkirche.
14Sebastian Rauch Lautenh. und Geigenmacher in Prag. Im Jahr 1710
16Sebastianus Rauch/Geigenmacher fecit Anno 1725
18Rauch, Sebastian. — Breslau. 1730. 1779.
19Wahrscheinlich ein Sohn von Thomas und Enkel von Sebastian Rauch, jedoch nicht identisch mit dem später in Leitmeritz ansässigen Seb. Rauch. Auch er hatte ein eigenes, hochgewölbtes Modell und arbeitete nicht schlecht; nur nahm er das Holz meist viel zu dünn. Sein Lack ist fast ganz schwarz.
21Sebastian Rauch fecit Wratislawiae 1779
23Rauch, Sebastian. — Leitmeritz. 1742. † 28. Nov. 1801.
24Sohn des gleichnamigen Prager Meisters, daher keinesfalls mit ihm identisch, wie Manche glauben wollen. Er heirathete in Komotau am 3. Februar 1739
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