Scan 543
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
30 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 521. See the scan on archive.org.
1Rebhan, Otto. — Steinbach bei Sonneberg (Thüringen). Geb. 14. Mai 1869 in Steinbach.
2Er ist von Beruf Porzellan-(Puppenkopf-)Maler und beschäftigt sich aus Liebhaberei mit dem Geigenmachen, das er autodidaktisch erlernt hat. Er verwendet primitive Werkzeuge (Taschenmesser, Raspel etc.) und benutzt als Lack braune Politur. Seine ersten Geigen waren aus gewöhnlichem Holz (Tannen und Buchen) und zu dünn; später machte er Fortschritte, machte Geigen, die recht gut aussahen und einen weichen Ton hatten.
4Rechardini (Recardini), Pietro. — Venedig. 1617.
5Ich habe nur eine einzige Geige mit diesem Namen bei einem Geigenmacher gesehen. Diese war ziemlich hoch gewölbt, die Umrisse nach Amati, gutes Holz, prächtiger, goldrother Lack. Die Schnecke war weniger schön. Der Ton weich und ansprechend.
7Rechardini, Zuane (d. i. Giovanni). — Venedig. 1605. 1609.
8Man kennt sowohl Lauten als Geigen von ihm. Die Arbeit ist gut, wenn auch nicht aussergewöhnlich. Die kgl. Sammlung in Berlin besitzt eine reich eingelegte italienische Guitarre von 1609 und eine romanische Theorbe dieses Meisters. de Piccolellis und Vidal schreiben Rechardini und setzen irrthümlich das 18. Jahrhundert als seine Lebenszeit an; Andere lesen gar Bechardini. In einem Terzino di Contrabasso (Baryton) der Sammlung Correr in Venedig findet sich der nebenstehende Zettel. Andere lesen übrigens "del bosco".
10Récio, José. — Cadix.
11Mittelmässiger, spanischer Lautenmacher des 19. Jahrhunderts.
13Regenspurger, Matthias. — Wien. 1680. 1731.
14Er wurde am 16. Mai 1681 Bürger und wird als "Lauten- und Geigenmacher" bezeichnet. Eine Viola von ihm auf den kgl. Weinbergen bei Prag trägt den Zettel:
16Reggiani, Francesco. — S. Martino d' Este (Modena). 1836. 1837. one of two readings
17Reggiani, Francesco. — S. Martino d'Este (Modena). 1836. 1837. one of two readings
18Nach Valdrighi (2183) hat er Geigen und Guitarren gemacht.
20Regnault, Jacques. — Paris (?). 1679. 1682.
21Man kennt bisher nur Taschengeigen von ihm. Eine davon hat sehr breite Einlagen, eine andere von 1682, im Besitz von Blondin in Choisy-le-Roy, hat silberne Rippen.
23Regnaut, s. Renault.
25Reichel. — Markneukirchen.
26Name einer weit verzweigten vogtländischen Geigenmacherfamilie, der in älterer Zeit auch Reichelt und Reicholt geschrieben wurde. Geigenmacher aus dieser Familie:
28Reichel, August Anton, geb. 20. Februar 1841 in Markneukirchen.
29Sohn von Friedrich August II. R. Nachdem er die Schule als Erster in seiner Classe verlassen hatte, kam er zunächst zu seinem Oheim Wilhelm Voigt in die Lehre, bei dem er das Guitarrenmachen erlernte. 1859 trat er bei seinem Vater ein, wurde nun noch zum Geigenmacher ausgebildet und kam dann zu dem Hofgeigenmacher R. Weichold nach Dresden, wo er bis 1863 blieb, um dann seiner Militärpflicht zu genügen. Die damals üblichen längeren Urlaubsfristen verbrachte er theils bei seinem Vater, theils bei Weichold. 1866 musste er mit
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