Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 544

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

35 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 522. See the scan on archive.org.

1in den Krieg, machte u. A. die Schlacht bei Königgrätz mit und kam schliesslich bis Wien, von wo er nach dem Friedensschluss wieder heimkehrte. Am 9. Januar 1868 verheirathete er sich mit Auguste Christine Geipel aus Fleissen b./Eger, wurde Bürger und Meister und begründete seine eigene Geigenmacherwerkstatt. Beim Ausbruch des deutsch-französischen Kriegs wurde er wieder eingezogen und kam, von einer Verletzung der grossen Zehe abgesehen, durch alle Schlachten glücklich durch. Zurückgekehrt, arbeitete er gemeinsam mit seinem Vater und hat viel für R. Weichold — auch Guitarren und Bassbogen — angefertigt. Seine Geigen sind sauber und sorgfältig in allen Theilen ausgeführt; er fand viel Zuspruch und konnte sich 1875 sein Haus in der Neuen Strasse kaufen, das er noch bewohnt. Auch seine beiden Söhne August Otto R. und Max Hugo R. sind Geigenmacher geworden. Dass er auch ein tüchtiger Lehrer ist, beweist die grosse Zahl geschickter Geigenmacher, die seine Schüler gewesen sind.
3Reichel, August Ferdinand, geb. 13. März 1806, † 6. Nov. 1866.
5Reichel, August Otto, geb. 24. Sept. 1873.
6Sohn von August Anton R.; verheirathet mit Marie Voigt. Ein talentvoller Geigenmacher, der die Instrumentenmacher-Fachschule in Markneukirchen mit Auszeichnung besucht hat.
8Reichel, Carl August, geb. 27. Nov. 1835, † 29. Febr. 1858.
10Reichel, Carl Friedrich. Sein Name kommt 1768 noch vor: doch fehlt er in den Pfarrbüchern.
12Reichel, Carl Gottlob, geb. 5. März 1800, † 29. April 1865.
14Reichel, Carl Hermann, geb. 6. Febr. 1837, † in Erlbach 16. Oct. 1885.
16Reichel, Christian I. 1677. † um 1690.
17Ein Exulant aus Graslitz; er gilt als der erste Geigenmacher, der sich in Neukirchen niedergelassen hat, und war 1678 im Zunftrathe.
19Reichel, Christian II. 1697. † vor 1749.
20Sohn des Johann Caspar R. Er wird 1738 und 1744 noch erwähnt, war aber 1749 schon todt und soll ein geschickter Geigenmacher gewesen sein.
22Reichel, Christian Friedrich I., geb. 22. März 1729, † 9. Juni 1814.
23Er gehört zu den besseren vogtländischen Meistern seiner Zeit. In den Umrissen nähert er sich italienischen Vorbildern. Der Lack ist dünn und über einer Beize aufgetragen, das Deckenholz gut, der Bassbalken gewöhnlich mit der Decke aus einem Stück. Weniger schön ist das Holz zum Boden. Die Schnecke ist gut geschnitten, hat aber wenig Schwung.
25Reichel, Christian Friedrich II., geb. 16. Jan. 1788, † 11. Nov. 1837 in Pr.-Münden.
26Seine Geigen sehen so verschieden aus, dass sein persönlicher Anteil nur gering daran sein kann. Er hat vermutlich viele Gehilfen gehabt, die er selbstständig arbeiten liess, und selbst mehr den Handel betrieben.
28Reichel, Christian Gottlob I., geb. 23. Juni 1771, † 11. Sept. 1835.
29Sohn von Johann Gottfried I. R.
31Reichel, Christian Gottlob II., geb. 19. Mai 1785, † im Dec. 1835.
32Sohn von Joh. Gottfried R.
34Reichel, Ernst August, geb. 27. Febr. 1829, † ? in Dresden.

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