Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 545

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

31 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 523. See the scan on archive.org.

1Reichel, Ernst Friedrich, geb. 1857.
2Enkel von Carl Gottlob R. Schüler von Ludwig Gläsel sen. Als Gehilfe arbeitete er bei Heinrich Theodor Heberlein und machte sich 1879 selbstständig. Er gehört zu den wenigen Geigenmachern seines Wohnorts, die keine „Schachteln“ verarbeiten. Er ahmt die Modelle von italienischen Meistern nach und verwendet Spirituslack in allen Farben.
4Reichel, Friedrich August I., geb. 28. April 1804, † Dec. 1872.
6Reichel, Friedrich August II., geb. 28. Febr. 1815.
7Sohn von Johann Gottlob R. Nachdem er in seiner Heimat das Geigenmachen erlernt und in einigen grösseren Werkstätten gearbeitet hatte, wurde er 1838 Meister und konnte somit 1888 sein goldenes Meisterjubiläum feiern. Er war mit Christiane Caroline, geb. Voigt († 1. Dec. 1868) verheirathet. Er lebt jetzt bei seinem Sohne Aug. Anton R. und arbeitet noch rüstig als Geigenmacher.
9Reichel, Friedrich Wilhelm, geb. 22. Juni 1784, † 14. März 1872.
10Ein Bruder von Johann Adam R. und wohl aus der gleichen Schule hervorgegangen. Es scheint auch, dass er eine Zeit lang mit seinem Bruder gemeinschaftlich gearbeitet hat.
12Reichel, Georg. 1682. 1729.
13Er war ein Sohn und Schüler von Christian R. Er scheint in Markneukirchen eingewandert und schliesslich anderwärts gestorben zu sein, da sein Name in den dortigen Pfarrbüchern fehlt. Dagegen kommt er in den Zunftacten oft vor und war seit 1709 mehr als acht Mal im Zunftrathe. Der Name wird manchmal auch Reicholt geschrieben.
15Reichel, Georg Adam. 1712.
16Sohn und Schüler von Johann Caspar I. R. Auch dieser Meister muss ein Eingewanderter gewesen sein und ist vielleicht auf einer Reise gestorben, worauf sich das Fehlen seines Namens in den Pfarrbüchern zu Markneukirchen leicht erklären liesse.
18Reichel, Hans Georg. 1738. 1762.
19Vierter Sohn von Johann Conrad R. Weder sein Geburts- noch sein Todesort liess sich ermitteln. Geigen mit seinem Namen kommen dagegen nicht allzu selten vor. Sie zeigen nur gewöhnliche Arbeit.
21Reichel, Heinrich Adolf, geb. 11. Sept. 1841.
23Reichel, Johann I., geb. 1697, † 27. Dec. 1751.
24Er gilt für einen Sohn von Christian R. und könnte auch dessen Schüler gewesen sein. Seine Arbeit ist nicht schlecht, das Modell aber nicht schön und der Lack ohne Glanz und Feuer. Er erreichte ein Alter von 54 Jahren 8 Monaten und 7 Tagen. Ein anderer Johann R. wird schon 1697 und noch 1727 im Zunftbuch erwähnt.
26Reichel, Johann II., geb. um 1724, † 27. Febr. 1761.
27Sohn und Schüler von Johann I. R. Seine Geigen sehen äusserlich oft besser aus als die seines Vaters, sind aber im Innern weniger sorgfältig gemacht. Er liess die Eckklötzchen gerne fehlen, machte die Decke und den Bassbalken aus einem Stück.
29Reichel, Johann Adam, geb. 6. Jan. 1782, † 25. Nov. 1836.
30Einer der besten und fleissigsten Geigenmacher aus seiner Familie. Wie viele seiner Zeitgenossen brachte er auf seinen Zetteln in sinnlosem Latein das Wort „Cremona“ neben seinem Namen an. Am besten sind seine Violoncelli. Er verwendete auch eine Brandmarke: I. A. R.

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