Scan 547
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Reichel — Reiter.
3dass sie von Jacob Stainer erfunden seien, doch kannte er schwerlich eine Originalarbeit. Reichel's Geigen können nur als sehr oberflächliche Stainer-Copien gelten und haben mageren, rothbraunen Lack.
5Reichel, Johann Gottfried II., geb. 5. Dec. 1759, † 30. Sept. 1819.
6Sohn von Johann Gottfried I. R.
8Reichel, Johann Gottfried III., geb. 3. Febr. 1773, † ?
10Reichel, Johann Gottlob, geb. 30. Nov. 1753, † 23. Oct. 1831.
11Sohn von Johann Georg II. — Er war einer der Ersten, die sich ausschliesslich auf das Bogenmachen verlegten.
13Reichel, Max Hugo, geb. 21. Juni 1876.
14Sohn von August Anton R. Nach beendetem Militärzeit verheirathete er sich mit Sophie Martin und ist recht tüchtig in seinem Fache.
16Reichel, Peter, 1713.
17Ein Emigrant aus Graslitz, der in Neukirchen als Geigenmacher ansässig war, aber in der Fremde gestorben sein soll.
19Reichel, Wilhelm Ludwig, geb. 28. Juli 1859.
21Reina, Giacomo. 1708.
22Der Name findet sich ohne Ortsangabe in einem italienischen Violoncello.
24Reinhart, Ulrich. — Salzburg. 1680.
25Obwohl er nach seinem Zettel im Dienste des Salzburger Erzbischofs stand, ist mir doch nicht gelungen, eine Arbeit von ihm nachzuweisen.
27Reinhold, Heinrich. — Kassel. Geb. 17. Dec. 1859 in Kassel.
28Schüler von Josef Schonger. Am 1. Oct. 1877 machte er sich selbstständig und befasst sich jetzt hauptsächlich mit dem Handel und der Reparatur alter Streichinstrumente.
30Reisinger, Ludwig. — Wien. Geb. 15. Juli 1863 in Wien.
31Schüler von Ig. Joh. Bucher sen., bei dem er von 1877—1887 thätig war. Im letztgenannten Jahre begründete er sodann sein eigenes Geschäft, das bald einen guten Ruf erwarb.
33Reisse, Jean François. — Strassburg i./E. 1776. 1802.
34Sein Name findet sich auf Reparaturzetteln in vielen Geigen. Er war Musiker und wird auch im Bevölkerungsregister von 1796 als «musicien» mit dem Zusatz aufgeführt, dass er sich seit 1776 in Strassburg befinde. Neue Geigen dürfte er schwerlich gemacht haben.
36Reiter, Johann Baptist. — Mittenwald. Geb. 19. Mai 1834, † 22. Jan. 1899 in Mittenwald.
37Er war der jüngste Sohn des Mühlenbesitzers Alois R. in M. und schon mit 12 Jahren Waise. Sein Vormund, der Instrumenten-Verleger Joh. Baader, brachte ihn zu Jais in die Lehre. Tüchtig vorgebildet kam er dann zu Jean Vauchel nach Würzburg, der später von König Max II. eine besondere Gratification erhielt, damit er den jungen Reiter in alle seine Geheimnisse einweihte. Reiter führte nach Vauchel's Tode noch 1 1/2 Jahr dessen Geschäft fort, erwarb dann von Vauchel's Erben die ganzen Werkzeuge des Meisters und ging 1857, nun ein Meister in seiner Kunst und auch musikalisch geschult*).
39*) Am Kirchenchor in Mittenwald wirkte Reiter als ständiger Violincellist.
Makers on this page
- Reichel, Johann Gottfried III
- Reichel, Johann Gottlob
- Reichel, Max Hugo
- Reichel, Peter
- Reichel, Wilhelm Ludwig
- Reinhart, Ulrich
- Reinhold, Heinrich
- Reisse, Jean François
- Reiter, Johann Baptist
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