Scan 548
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1nach Mittenwald zurück. Hier wurde ihm die Leitung der Wanderschule für junge Geigenbauer übertragen, die bis 1865 bestand. 1867 erhielt er in Paris ein Anerkennungsdiplom, 1873 in Wien ein Ehrendiplom, 1896 in Nürnberg die silberne Medaille. In seinem Sohne erzog er sich einen tüchtigen Schüler und Nachfolger. Er machte auch sehr gute Bogen nach Tourte'schen Originalmodellen. Seine Biographie findet sich in De Wit's Zeitschrift f. Instr. 1899. No. 15.
3Reiter, Johann. — Mittenwald. Geb. 7. März 1879 in Mittenwald.
4Sohn, Schüler und seit 1899 Nachfolger von J. B. Reiter. Er ist gegenwärtig fast der einzige selbstständig arbeitende Geigenmacher in Mittenwald, da alle übrigen für die beiden grossen Fabriken thätig sind. Seine Arbeit ist tadellos, die von seinem Vater und Vauchel gesammelten Modelle und Zeichnungen versteht er gut zu benutzen, und auch seine Bogen verdienen Lob. Er bereitet sich seinen Lack selbst und verwendet ausser seinem Zettel manchmal auch eine Brandmarke: J. REITER
6Johann Reiter
7Streichinstrumentenmacher
8Mittenwald 1899
10Rellstab. — Berlin.
11Das Musikhistorische Museum in Stockholm bewahrt ein Violoncell und eine Violine von ihm aus dem Besitze der Landes-Universität. Hauptsächlich scheint er Händler gewesen zu sein, und so wird er in den Acten des kgl. preuss. Staatsarchivs, die seine Zollbefreiung in den Jahren 1792—1796 behandeln, auch nur als 'musikalischer Instrumentenhändler' bezeichnet.
13Reményi, Mihály (Michael). — Budapest. Geb. in Budapest 1867.
14Schüler von Georg Tánczer. Begründete, nachdem er sieben Jahre bei verschiedenen Meistern seine Ausbildung vollendet hatte, im Jahre 1890 sein eigenes Geschäft. Er besitzt bereits eine Anzahl von Ausstellungsmedaillen und Anerkennungsschreiben. Seine Geigen macht er nach J. Guarneri und Stradivari. Bei neuen Geigen verwendet er Oel-, bei Reparaturen Spirituslack. Seine Arbeit ist auch an dem Bassbalken, dem er eine etwas veränderte Form und eine vom Gewöhnlichen abweichende Lage giebt, zu erkennen, wobei er auf 'Eintheilung der Spannkraft' besonderes Gewicht legt. Seine Erfindung sind die Geigenkästen aus Aluminium.
16REMÉNYI MIHÁLY
17mű-hegedű készítő
18Budapest 18… Opus….
19Auf Pergamentpapier.
21Remy, Hippolyte. — Paris. 1837, † um 1869.
22Aeltester Sohn von Jean Math. R., der stets im Geschäfte seines Vaters thätig war und daher wenig hervorgetreten ist.
24Remy, Jean Mathurin. — Paris. Geb. in Paris (Rue Tiquetonne). 1770, † 1854.
25Sohn, Schüler und Nachfolger von Math. Franz R. Im Jahre 1817 verlegte er seine Werkstatt in die Rue de Grenelle-Saint-Honoré No. 30. Seinen Vater übertraf er in mancher Hinsicht: er war sorgfältiger in der Wahl des Holzes; auch sein Lack ist besser. Seine beiden Söhne wurden Geigenmacher.
27Remy, Jules. — Paris. Geb. in Paris 1813, † 1876.
28Sohn und Schüler von Jean Mathurin R., dessen Geschäft er fortsetzte und aus der Passage Brady um 1872 in die Rue du Faubourg-Saint-Denis Nr. 60 verlegte. Er machte aus Liebhaberei viele Taschengeigen, die seinen Namen eingebrannt zeigen; auch verwandelte er gerne alte Leiern (Viellen) in eigenartige Lauten und Theorben, die von Nichtkennern gerne gekauft wurden. Aus Liebhaberei beschäftigte er sich ferner auch mit der Anfertigung von Oboen.
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