Scan 557
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Rieger, Mathias Alois. — Mittenwald. Geb. 14. Sept. 1768.
2Sohn von Georg R. Geigen von ihm sind mir nicht bekannt geworden.
4Rieger, Philipp Jacob. — Mittenwald. Geb. 1. Mai 1768. 1801.
5Sohn von Joh. Rieger. Seine Geigen können als gute Mittenwalder Durchschnittsarbeit bezeichnet werden.
7Rieger & Fiorini. — München. 1892.
8Geigen- und Zithermacherfirma der Gegenwart, die Andreas Rieger mit seinem Schwiegersohne Fiorini begründete.
10Rieller, Johann. — Mittenwald. 1804.
11Wenig bekannter Geigenmacher der Mittenwalder Schule.
13Riess, Andreas. — Bamberg. Geb. um 1720, † 1777.
14Wahrscheinlich ein Sohn und Schüler von Joseph R., mit dem er wohl auch verwechselt wird. Er gehört zu den wenigen deutschen Geigenmachern des 18. Jahrhunderts, die schon bei Lebzeiten einen gewissen Ruf besessen haben, wobei ihm freilich zu Gute kam, dass Joseph R. sein Vorgänger gewesen ist. Andreas R. war schon 1750 Hof-Geigenmacher, und dass er auch ein tüchtiger Musiker war, geht daraus hervor, dass er zum Rector chori am Dom ernannt wurde. Auch als Orgelbauer hat er sich bethätigt. Er bezog ein Gehalt von 80 fl. jährlich, wurde aber für besondere Dienste besonders belohnt. So heisst es in den Hofkammer-Rechnungen: »1751. Febr. 4. Andreas Riess, Hofgeigenmacher (erhält) für einen nach Hof gefertigten großen Violon 24 fl. Ferner: 1753. März 3. Andreas Riess Hofgeigenmacher und Musico für dessen Bemühung bey aussuch und Liberirung der Hofmusikalien 12 fl.« (Vgl. E. Frhrr. v. Marschalk, Die Bamberger Hofmusik unter den drei letzten Fürstbischöfen. Bambg. 1885.) Seinen Geigen, die hochgewölbt sind, wird ein ansprechender Ton nachgerühmt.
16Riess (Ris), Joseph. — Bamberg. 1719. Soll 1737 noch gelebt haben.
17Arbeiten von ihm kommen noch mehrfach vor; seine Geigen schliessen sich an das Stainer-Modell an und sind recht gut gemacht. Leider fehlt sein Name in den Hofkammer-Rechnungen etc. Eine Arbeit von ihm aus dem Jahre 1719 besitzt das Museum in Kopenhagen.
19Riess (Ries) Nikolaus Georg. — Wien. 1823. 1843.
20Vermuthlich zur Bamberger Familie gehörig. Er wohnte als Lauten- und Geigenmacher auf der Landstrasse No. 106 und legte am 21. März 1823 den Bürgereid ab. Hauptsächlich verlegte er sich auf das Guitarremachen und war 1843 Mitvorsteher der Wiener Lauten- und Geigenmacher-Innung.
22Nicolaus Ries
23Guitar u. Geigenmacher in Wien 1820
25Nach dem Modell des Luigi Legnani von Nicolaus Georg Ries in Wien.
26(reichverziert, in einer Guitarre).
28Riez du s. Du Riez.
30Rifry, Johannes. — Freiburg i./Schweiz. 1632.
31Nach Grillet's Mittheilung sind von ihm Violoncelli und Bässe bekannt geworden. Bedot in Genf besitzt die Zargen und den Wirbelkasten eines In-
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