Scan 564
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Rolin. — Paris (?). XVIII. Jahrh.
2In einer Geige von gewöhnlicher Arbeit fand sich der Zettel:
4Rolini, Giambattista. — Pesaro. 1471.
5Ein nur dem Namen nach bekannter Lautenmacher. Wenn Valdrighi von ihm (No. 3558) behauptet, dass er schon Violinen gemacht habe, so ist das durch nichts zu beweisen und wird durch die Geschichte der Violine hinlänglich widerlegt.
7Romagnoli, Francesco. — Bologna. 1821.
8Ein Guitarren- und Mandolinenmacher gewöhnlichen Schlags.
10Romani, Giulio Cesare. — Rom. XVIII. Jahrh.
11Er wird gelegentlich auch 'Giulio Romano' genannt; dass er sich selbst so genannt habe, ja, wie er wirklich geheissen hat, war nicht zu ermitteln.
13Romanini, Antonio. — Cremona. 1705. 1740.
14Wenig hervortretender Cremoneser Meister. Vidal liest irrig Romanini.
16Romano, Pietro. — Pavia.
17Ein dem 18. Jahrhundert angehörender Geigenmacher, dessen Zettel Vidal mitteilt.
19Rombouts, Pieter. — Amsterdam. 1703. 1735.
20Ein sehr tüchtiger Meister, der alle Arten von Geigen machte. Seine Arbeit ist sorgfältig, nur sein Lack bei aller Leuchtkraft etwas zu dick. Zur Einlage nahm er gerne Fischbein. Eine Violine von 1712 war in der Sammlung Scheurleer, eine Kniegeige von 1708 besitzt Berlin; auch das Selhof'sche Auctionsverzeichniss (1759) weist drei Kniegeigen von ihm aus den Jahren 1703, 1719 und 1720 auf. Gamben und Nonnengeigen von ihm sind ferner im Museum des Liceo filarm. in Bologna und eine Nonnengeige im gleichem Museum in Neapel.
22Romer, Adolf. — Freiburg i./Br. Geb. 29. Juni 1863 in Ettenheim.
23Einer der geschicktesten deutschen Geigenmacher der Gegenwart. Er kam schon als Kind mit seinen Eltern nach Freiburg, wo seine Vorliebe für das Geigenspiel frühzeitig zu Tage trat. Da er keine Geige besass, machte er schon als sechsjähriger Knabe den Versuch, sich selbst eine solche zusammenzimmern. Er setzte diese Versuche Jahre lang fort, und schliesslich mit solchem Erfolg, dass der kgl. Chordirigent Joh. Diebold auf den damals 12jährigen Knaben aufmerksam wurde und sich erbot, ihn unentgeltlich im Violinspiel zu unterrichten. Auch hierin machte er schnelle Fortschritte, und es war eine natürliche Folge derselben, (kgl. Sammlung alter Mus.-Instr. in Berlin).
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