Scan 563
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Modell. Seine Arbeit ist in allen Theilen vortrefflich, der Lack sehr schön und von goldrother oder hellröthlicher Farbe. Die F-Löcher erinnern an N. Amati. Besonders klangvoll sind seine Violoncelli. Auf seinem Zettel giebt er nach seinem Namen auch in Abkürzung seine Heimath an. Dieses Bononiensis wurde oft missverstanden und ihm der Beiname 'il Bon' gegeben! Seine Zettel sind schwarz oder rothgedruckt.
3Rogeri, Pietro Giacomo. — Brescia. Geb. um 1680, † nach 1730.
4Sohn von Giambattista R., dessen Schüler er wahrscheinlich gewesen ist. Er ahmte seinen Vater nach, ohne ihn ganz zu erreichen; auch ist sein Modell schlanker. Er war sehr fleissig und hat alle Arten von Geigen gemacht. Am besten gelangen ihm seine Violen und Violoncelli. Holz und Lack sind recht gut.
6Petrus Jacobus Ruggerius de Nicolai Amati Cremonensis Fecit Brixiae 1700
8Petrus Jacobus Rogeri fecit Brixiae 1710.
10Rohrmann, Ludwig. Krauschwitz bei Muskau (O.-L.). 1875. 1898.
11*Thonwaarenfabrik von Apparaten und Gefässen für chemische Zwecke.* Er machte interessante akustische Versuche und stellte in der Berl. Mus.-Ausst. 1898 Geigen aus Thon im Gewicht von 600—700 g aus. Das Patron bestand aus einem Gemisch verschiedener Thonmaterialien und Infusorienerde, hart gebrannt, porös und hatte je nach Nothwendigkeit der Klangwirkung eine verschiedenartige Wandstärke von 1—2 mm (Modell Stradivarius). Alle übrigen Theile waren wie bei den Violinen aus Holz. Der Klang ist stärker, aber weniger ansprechend als bei Holzgeigen. Zwei solche Geigen sind in Berlin, kgl. Sammlung alter Mus.-Instr. No. 908 und 909.
13Roider, Ignaz. — München. Geb. in München 1866.
14Schüler von Hans Wach. Nach einer Lehr- und Wanderzeit von 1884—1901 übernahm er von Josef Lederer Xaver Thumhart's Werkstatt, die er jetzt fortführt. Er machte hauptsächlich Zithern, aber auch Violinen.
16Roismann, Johannes. — Breslau. 1630. 1680.
17In seiner Arbeit erinnert er in Bezug auf die prächtigen Einlagen an Joachim Tielke. Eine reich verzierte, wahrscheinlich der Capelle Ludwigs XIV. entstammende Geige befindet sich im Museum des Pariser Conservatoriums (No. 5).
19Roiss, Maximilian. — Wien. 1763. 1767.
20Er war der Schwiegersohn von Andre Nikolaus Partl und folglich Mich. Andr. P.'s Schwager. Da der Letztere schon seit 1728 seine eigene Werkstatt hatte, ist es begreiflich, dass Roiss, der am 3. März 1764 den Bürgereid ablegte, das Geschäft seines Schwiegervaters übernahm. Er lässt sich in Wien nur bis 1767 verfolgen und wird in diesem Jahre als 'abwesend' bezeichnet.
22Rol. — Paris. 1753.
23Wenig gekannter, aber sehr geschickter Geigenmacher, der im 'Cour Saint-Denis de la Chartre' wohnte. Eine hübsche, grosse Pochette von ihm besitzt das Pariser Conservatorium (No. 120).
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