Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 570

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

25 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 548. See the scan on archive.org.

1Er war der Sohn eines Zimmermanns und hat wahrscheinlich in seiner Jugend dasselbe Handwerk gelernt, sich aber frühzeitig dem Geigenmachen zugewandt und war vor Matthew Hardie der beste schottische Geigenmacher. Seine ersten Geigen waren nach Stainer gemacht; später ahmte er ein grosses Stradivari-Modell frei nach. Sein Holz war gut, aber der Lack schlecht, der jetzt dunkelgrau oder fast schwarz aussieht und das Holz nicht mehr durchschimmern lässt. In den Holzstärken weicht er von italienischen Vorbildern oft ab, aber die Arbeit ist recht gut und der Ton gewöhnlich schön. Ruddiman hat ausser Violinen und Violen auch Violoncelli, Zithern und Guitarren gemacht. Sein Zettel ist von Emblemen mit Musikinstrumenten umgeben.
3Rudert, David. — (Mark-)Neukirchen. 1677.
4Unter den Emigrantea aus Graslitz, die sich in Neukirchen als Geigenmacher niedergelassen haben, wird auch sein Name genannt.
6Rudert, Henryk. — Warschau. 1844. 1846.
7Vermuthlich der Sohn von Jan R. Seine Arbeiten sind origineller und schöner als die Jan's. Er ahmte das Stradivari-Modell nach und gebrauchte einen rothgelben Lack.
9Rudert, Jan. — Warschau. 1840.
10Dem Namen nach stammt er aus dem Vogtlande; auch seine Geigen widersprechen dieser Annahme nicht.
12Rudert, J. G. (?) — (Mark-)Neukirchen. 1750.
13Eine Geige von geringem Werth und wenig schöner Form enthielt einen sehr verblassten Zettel, auf dem die Buchstaben der Taufnamen und die Jahreszahl nur noch gerathen werden konnten.
15Rudert, Johann Michael. — Korneuburg, Wien. 1809. 1837.
16Dem Namen nach dürfte er aus dem Vogtlande stammen, doch schloss er sich an die Wiener Meister an. Gutes Holz und dunkler Oellack sind Kennzeichen seiner Arbeit. Im Einreichungsprotokoll der Stadt Korneuburg kommt er 1809 zum ersten Male vor, 1812 bittet er um Ueberlassung eines Gewölbes (Verkaufsladens) im Rathhause, aber schon 1813 legt er seine Geigenmacherbefugniss in Korneuburg nieder und bittet um seine Entlassung. Er siedelte wohl von da direct nach Wien über.
18Rudger s. Ruggeri.
20Rudolf. — Augsburg. 1412.
21Man kennt wahrscheinlich nur den Taufnamen, der mit der Bezeichnung "Lautenmacher" im Augsburger Steuerregister von 1412 vorkommt.
23Rudolph, Johann. — Wien. 1770. 1780.
24Ein zwar geschickter, aber wenig bekannter Wiener Geigenmacher des 18. Jahrhunderts, den ich weder in den Steuer- noch in den Bürgerlisten finden konnte.

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