Scan 575
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Sadler, Josef Anton. — Linz. Geb. 12. April 1820 zu Ahornswald bei Karlsbad (Böhmen).
2Er ist k. k. Professor und begann in seinem 38. Lebensjahre als Dilettant Geigen zu machen, nachdem er vorher die einschlägige Literatur sorgsam studirt hatte. Er besuchte die Geigenmacher in Wien, Prag, München, Graslitz, Klingenthal, Schönbach und Mittenwald und erzielte mit seinen Geigen bemerkenswerthe Erfolge, die um so werthvoller sind, als er mit technischer Fertigkeit eine tiefgehende Sachkenntniss verbindet.
4Sälcher, Hans. — Augsburg. 1483. 1484.
5Ein Lautenmacher, der im Augsb. Steuerregister erwähnt wird.
7Sagliocca, Ed. & Co., eine noch bestehende Saiteninstrumenten-firma in Neapel.
9Sagmayr, Wolfgang. — Graz. 1700.
10Einer der ältesten steyrischen Geigenmacher, von dem das Kärnthner Landesmuseum in Klagenfurt eine hübsche Laute besitzt.
12Sailer (Seiler), Anton. — Mittenwald. Geb. 11. Juni 1767, lebte noch 1840.
13Sohn und Schüler von Joh. S. Seine Arbeit zeigt gute Mittenwalder Schule. Auf seinem Zettel fehlt oft die Ortsangabe.
15Sailer, Johann. — Mittenwald. 1757. 1770.
16In seiner Arbeit steht er Knilling nahe; sein Modell nähert sich der Amati-Schule.
18Sailer (Seiler), Math. — Mittenwald. 1820.
19Wahrscheinlich ein Sohn von Johann S., den er jedoch nicht ganz erreicht.
21Sainprae, Jakob. — Berlin. XVII. Jahrh.
22In Berlin war nichts über ihn zu ermitteln; sein Name wurde nur dadurch bekannt, dass eine Viola di Bordone von ihm, die aus dem Besitze von Quantz stammen soll, im South Kens. Mus. 1872 ausgestellt war. (Richtig geschrieben dürfte der Name Saintpré oder Saint-Preux gelautet haben.)
24Sainsione, Giovanni. — Rom. 1725.
25Ein auch von Valdrighi (2772) erwähnter, geschickter Lautenmacher, der reich mit Bein und Schildpatt eingelegte Mandolinen gemacht hat. Vielleicht ein Nachkomme des venetianischen Lautenmachers „Mastro Sanson“, oder des aus Sizilien stammenden Musikers Batt. Sansone, der im 16. Jahrhundert in Rom lebte.
27Saint-Paul. — Paris.
28Fétis erwähnt einen Geigenmacher Saint-Paul in Paris, der um 1640 gelebt haben soll. Weder Vidal noch Andere haben über diesen St. P. etwas finden können. Er soll das Amati-Modell ähnlich wie Boquay copirt, dunkelrothen Lack angewendet und Bässe von schönem Ton gemacht haben.
30Saint-Paul, Antoine. — Paris. 1768. 1789.
31Wahrscheinlich ein Sohn von Pierre St.-P. Er war der Schwiegersohn und Nachfolger von Guersan und hatte seinen Laden mit dem Schild „Au luth royal“ in der Rue des Fossés Saint-Germain-des-Prés. Er betrieb einen ausgedehnten Musikinstrumentenhandel, war aber als Geigenmacher nicht hervorragend. Er
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