Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 583

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

20 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 561. See the scan on archive.org.

1Savart, Felix. — Paris. Geb. in Mézières 30. Juni 1791, † in Paris 1841.
2Ein ausgezeichneter Physiker, der sich viel mit den Gesetzen der Akustik beschäftigte und werthvolle Untersuchungen der Geige vornahm, wozu ihm Vuillaume die kostbarsten italienischen Geigen zur Verfügung stellte. Eine Frucht seiner Studien ist: 'Mémoire sur la construction des instrumens à cordes et à archet (1819). Schliesslich erfand er auch eine Geige in der Form eines Trapezoids, die er 1819 der Akademie der Wissenschaften in Paris vorlegte und veranlasste auch den Bau einer Geige von cylindrischer und einer von vierkantiger Gestalt. Beispiele davon finden sich sowohl aus der Sammlung Snoeck in Berlin als auch im Museum des Pariser Conservatoriums. Wenn diese Versuche auch wenig Erfolg haben konnten, so hat er sich doch durch seine wissenschaftlichen Arbeiten um das Geigenmachen verdient gemacht.
4Savicki (Sawitzki), C. Nikolaus. — Wien. Geb. 1792 in Lemberg, † 1850.
5Von Geburt ein Pole. Er hat in Prag oder Wien gelernt und war seit dem Jahre 1824 einer der besten Wiener Geigenmacher. Er arbeitete vorzugsweise nach Guarneri del Gesù und hat u. A. eine so getreue Copie von Paganini's Geige angefertigt, dass der grosse Geiger selbst ganz entzückt war und Savicki in einem Zeugniss vom 10. August 1828 für ein 'ausserordentliches Genie' erklärte 'sowohl in der Verfertigung neuer Violinen als in der unübertrefflichen Art, alle Streichinstrumente zu repariren'.
7Sbordoni, Giacomo. — Brescia. 1857.
8Erfinder einer Guitarrenlaute.
10Scarabelli, Agostino. — Mont' Orso (Modena). 1884. 1894.
11Seiner Arbeit nach zu urtheilen, dürfte er das Geigenmachen nur als Liebhaberei betrieben haben.
13Scarampella, Angelo. — Brescia. Geb. 2. Juni 1852 in Brescia.
14Sohn von Paolo Sc. Ursprünglich, wie sein Vater, gelernter Zimmermann, verlegte er sich später mit Erfolg auf das Guitarrenmachen.
16Scarampella, Giuseppe. — Paris und Florenz. Geb. 25. Aug. 1838 in Brescia. 1885.
17Sohn von Paolo Sc. Schüler von Niccolò Bianchi aus Genua, ging dann nach Paris wie sein Lehrer und blieb dort bis 1866. Hierauf liess er sich in Florenz nieder und verband sich mit Luigi Castellani, nach dessen Tode er Conservator der Sammlung des Florentiner Conservatoriums wurde. De Piccolellis hält ihn für den besten Reparateur unter den Lebenden. Auch seine neuen Instrumente sind meisterhaft; sie sind nach Stradivari und Guarneri und nach einem eigenen, originellen Modell gemacht und haben röthlichen Lack.
19v. Lütgendorff, Geigen- und Lautenmacher.

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