Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 588

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

31 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 566. See the scan on archive.org.

1seiner bewährten Arbeit so wohl in Italien, Frankreich, Ober- und Nieder-Teutschland und andern cultivirten Theilen von Europa schon sehr signalisiret hat. Seine Lauten sind öfters so wohl gerathen, dass diejenigen Meister, welche sie von ihm um einen billigen Preiss bekommen, schon bissweilen das Glück gehabt haben, wenn sie dieselben vorhero ein wenig ausgespielt, an Kenner und Liebhaber theils vor hundert theils vor sechztig biss siebentzig Reichsthaler wieder anzubringen. Seine Instrumente sind von mittelmässigen Stock, fast vor Jedermanns Faust, haben eine schöre und accurate Proportion am Gebäude und Saitenlage, sind flach, breitspänicht, länglicht und werffen den Thon weit in die Ferne. Er hat einen grossen Vorrath von allerley raren, trucknen und schönen Holtze, das sich zu Instrumenten am besten schickt und kann man sich seiner mit guten Success bedienen. — Eine Arbeit von ihm besitzt das städtische Museum Carolino-Augusteum in Salzburg (von 1719), eine theorbirte Laute (von 1727) das Museum des Pariser Conservatoriums (No. 218), eine Laute von 1744 das Germanische Museum in Nürnberg. In der kgl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin sind mehrere Instrumente, die er reparirt hat. In London bei Withers befindet sich eine hochgewölbte Violine von ihm mit dem geschriebenen Zettel: »Sebastianus Schelle Cremona 1701«. Wenn der Zettel echt ist, hätte man anzunehmen, dass er in seinen Wanderjahren in Cremona gearbeitet habe, was nicht gerade unglaubwürdig erscheint. one of two readings
2seiner bewährten Arbeit so wohl in Italien, Frankreich, Ober- und Nieder-Teutschland und andern cultivirten Theilen von Europa schon sehr signalisiret hat. Seine Lauten sind öfters so wohl gerathen, dass diejenigen Meister, welche sie von ihm um einen billigen Preiss bekommen, schon bissweilen das Glück gehabt haben, wenn sie dieselben vorhero ein wenig ausgespielt, an Kenner und Liebhaber theils vor hundert theils vor sechztig biss siebentzig Reichsthaler wieder anzubringen. Seine Instrumente sind von mittelmässigen Stock, fast vor Jedermanns Faust, haben eine schöne und accurate Proportion am Gebäude und Saitenlage, sind flach, breitspänicht, länglicht und werffen den Thon weit in die Ferne. Er hat einen grossen Vorrath von allerley raren, trucknen und schönen Holtze, das sich zu Instrumenten am besten schickt und kann man sich seiner mit guten Success bedienen. — Eine Arbeit von ihm besitzt das städtische Museum Carolino-Augusteum in Salzburg (von 1719), eine theorbirte Laute (von 1727) das Museum des Pariser Conservatoriums (No. 218), eine Laute von 1744 das Germanische Museum in Nürnberg. In der kgl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin sind mehrere Instrumente, die er reparirt hat. In London bei Withers befindet sich eine hochgewölbte Violine von ihm mit dem geschriebenen Zettel: »Sebastianus Schelle Cremona 1701«. Wenn der Zettel echt ist, hätte man anzunehmen, dass er in seinen Wanderjahren in Cremona gearbeitet habe, was nicht gerade unglaubwürdig erscheint. one of two readings
4Sebastian Schelle, Lauten und Geigenmacher in Nürnberg, zugericht, 1737
6Sebastian Schelle
7Lauten und Geigenmacher in Nürnberg Hummels Erben. An. 1744.
9Schelmayer, Christian. — Köln. Um 1750.
10Seine Arbeit steht etwa mit der seiner vogtländischen Zeitgenossen auf einer Stufe. Am besten sind seine Violen. Eine Taschengeige von ihm befindet sich aus der Sammlung Snoeck in der kgl. Sammlung alter Mus.-Instr. in Berlin.
12Christian Schellmayer
13Musik-Instrumentenmacher in der Blindgasse zu Köln No. 6022
15Christian Schelmayer
16Musik instrumenten macher in Köln n° 602 ..
18Scheltma, Maxim, arbeitet als »Luthier« in Brest.
20Sembera (Šembera, Schombera), Karl. — Prag. Geb. 6. Nov. 1781 in Bezejovic, † 6. Nov. 1821.
21Sohn eines Müllers. Schüler von Kaspar Strnad, mit dem er verwandt gewesen sein könnte, da seine Mutter Katharina eine geborene Strnad war. Karl S. liess sich in Prag nieder, wo er am Annaplatz No. 210 (Altst.) seine Werkstatt hatte. Er wurde 1811 Bürger in Prag und war mit Josepha Kolářík (geb. 1782) verheirathet. Seiner Ehe entsprossen vier Söhne. Ausser Geigen machte er auch Guitarren. Im Allgemeinen folgte er seinem Meister Strnad. Der Name kommt auch »Schombera« geschrieben vor. Richtig ist Šembera.
23Carolus Schombera
24fecit Pragae 1806
26Schemmel. — Berlin. 1861.
27Ein fast vergessener Geigenmacher, der in den sechziger Jahren seine Werkstatt auf dem Molkenmarkt hatte.
29Schemmerling, Joh. Christ. — (Mark-)Neukirchen. 1748. Geb. in Dürpersdorf.
30Er heirathete die älteste Tochter des Geigenmachers Gottfr. Pilz.

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