Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 590

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

26 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 568. See the scan on archive.org.

11789 mit Eva Regine Lippold (geb. 1766, † 1830) und hinterliess sechs Kinder.
2Er war ein talentvoller Geigenmacher, dessen Geigen ziemlich flach gearbeitet und nur am Rande, von wo aus die Wölbung sofort beginnt, etwas vertieft sind. Die F-Löcher stehen ein wenig zu steil.
4Schetelig, Christian Gottlob II., geb. 19. Juni 1791, † 31. Aug. 1862.
5Sohn und Schüler von Christian Gottlob I. Sch. In seinen Geigen macht sich die Verwendung vorgearbeiteter Bestandtheile stark bemerkbar, und der Lack lässt viel zu wünschen übrig. Uebrigens hat er nur wenig Geigen mit seinem Zettel versehen. Er heirathete 1815 Christine Erdmuthe Woller († 1860).
7Schetelig, Christian Wilhelm, geb. 7. April 1795, † 23. Juli 1856.
8In seinen jüngeren Jahren hat er einige bessere Geigen gemacht, wenn er auch kein gutes Modell gekannt zu haben scheint. Später arbeitete er hauptsächlich für Händler und beschränkte sich darauf, billige Waare herzustellen.
10Schetelig, Ernst, geb. 12. Juli 1864.
11Schüler von Ad. Paulus (Bausch' Nachf.). Von 1883—1890 arbeitete er als Gehilfe und machte sich dann in seiner Vaterstadt selbstständig. Da er gute Vorbilder studirt und eine gute Lehre durchgemacht hat, ist er im Stande, Geigen herzustellen, die besser sind, als der Markneukirchner Durchschnitt. Zu einer Viola d' amore hat er sich selbst ein Modell construirt. Geigen, in die er seinen Zettel klebt, sind in allen Theilen seine eigene Arbeit.
13Schetelig, Heinrich Wilhelm, geb. 1. Febr. 1835.
14Sohn und Schüler von Johann Georg II. Sch. Er gab das Geigenmachen jedoch wieder auf, wanderte nach Amerika aus, wo er sich in Baltimore als Messingblasinstrumentenmacher niederliess und jetzt Henry W. Schetlich nennt.
16Schetelig, Johann Christian (Christoph), geb. um 1700, † nach 1756.
17Er wurde 1729 Meister; da er sowohl als seine Frau, die Tochter eines Geigenmachers, im Jahre 1756 noch lebten, ist seine Lebenszeit einigermaassen zu bestimmen. Er scheint übrigens in Markneukirchen weder geboren noch gestorben zu sein, darf aber als der Stammvater der noch heute bestehenden wahrscheinlich aus Böhmen*) eingewanderten Familie betrachtet werden.
19Schetelig, Johann Christian Gottfried, geb. 10. Jan. 1732, † 12. Dec. 1782.
20Einziger Sohn von Joh. Christof Sch. und seiner Frau Anna Rosine. Ein geschickter Geigenmacher, der 1755 Meister wurde und am 18. November 1755 Johanna Rosine Meinel heirathete, mit der er neun Kinder hatte. Geigen von ihm kommen schon vor 1751 vor. Es giebt auch Zettel, auf denen er Innsbruck als Ursprungsort angiebt; ob er jemals dort gearbeitet hat oder nur, wie seine Zeitgenossen, einen beliebigen Ort fingirte, konnte nicht festgestellt werden.
22Schetelig, Johann Georg I., geb. 8. Juli 1764, † 18. Dec. 1837.
23Fünfter Sohn von Johann Gottfried Sch. Er heirathete 1788 Eva Regine Wild (geb. 1767, † 1823) und hinterliess sechs Kinder. In seinen Arbeiten erkennt man noch die Schule der Ficker, Pfretzschner etc.; das Holz ist bei ihm meist schöner, die innere Ausarbeitung jedoch oberflächlicher.
25*) In Schönbach, Graslitz etc. findet man noch heute die Schädlich u. s. w.

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