Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 595

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

21 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 573. See the scan on archive.org.

1Schmidt, August Hermann, geb. 27. Jan. 1871. Schüler von Wilhelm Ficker und seit 1895 selbstständig.
3Schmidt, Christian Paul, geb. 25. Dec. 1877. Sohn von Anton Schm. und Schüler von Theodor Scherzer.
5Schmidt, Ernst Albin, geb. 21. März 1863.
6Schüler von Aug. Anton Reichel. Er besuchte auch mit Auszeichnung die Markneukircher Fachschule und ging später nach Holland (Amsterdam).
8Schmidt, Ernst Reinhold, geb. 1. Jan. 1857.
9Schüler von Jul. Kratzschmann. Als Gehilfe arbeitete er bei O. Bausch, Emde, H. Hammig und von 1874—1877 bei Riechers. Im September 1880 gründete er die Fabrik E. R. Schmidt & Co., die sich sehr ausdehnte, und stand ihr bis 1902 vor. Ausser nach allen gangbaren Modellen arbeitete er auch nach einem eigenen Viola-Modell, bei dem er die Tonfülle der sog. Ritterbratschen zu erreichen suchte, ohne deren übermässige Mensur nachahmen zu müssen. Der untere Theil war sehr breit und vorlief in stumpfe Ecken; der obere Theil war ganz abgerundet. Er verwendete Oel- und Spirituslack; die Zettel trugen den Namen der Firma.
11Schmidt, Friedrich Hermann, geb. 31. Oct. 1862, ist nach Amerika ausgewandert.
13Schmidt, Fritz Paul, geb. 13. Juli 1857.
15Schmidt, Moritz Eduard, geb. 24. Juli 1832, † 23. Oct. 1899, Besitzer der Firma »Moritz Schmidt jun.«.
17Schmidt, Richard Ludwig, geb. 23. Dec. 1866, Bruder von Ernst Albin Schm.
19Schmit, Johann. — Karlsbad. Geb. um 1776 in Schneidmühl bei Karlsbad, † 12. Oct. 1853 in Karlsbad.
20Frühzeitig zum Musiker bestimmt, kam er schon als 11jähriger Knabe mit einer Musikcapelle nach Hamburg, bald darauf nach Hannover, wo der Herzog von Cambridge den vielseitig begabten Jüngling in seine Dienste nahm, um mit ihm Violine zu spielen. In Hannover vervollkommnete er seine Ausbildung, und als er 1806 nach Karlsbad kam, wurde er dort der Reformator des ganzen Musikwesens der Badestadt und hat sich unvergessene Verdienste erworben. Er leitete die Brunnenmusik als Director bis 1835, da ihn Krankheit nötigte, sein Amt niederzulegen. Als Geigenmacher war er Autodidakt. Schon mit 14 Jahren begann er Geigen zu repariren, und im Jahre 1819 machte er seine erste neue Violine. Von da an beschäftigte er sich eifrig mit dem Geigenmachen und hat mehr als 250 neue Geigen gemacht, von denen die meisten nach Norddeutschland gingen. Seine Arbeit ist im Ganzen recht gut, der Ton weich und voll, und selbst Paganini lobte Schmit's Geigen sehr. Vgl. D. Rudolf Mannl: Karlsbad in medicinischer, topogr. und gesell. Beziehung. 3. Aufl. Karlsbad 1857. In der Sterbematrikel wird sein Name Schmied geschrieben; er selbst schrieb sich jedoch stets Schmit.

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