Scan 601
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Schramm — Schünemann.
3Violinen, Violen und Violoncelli gemacht und schwierige Reparaturen ausgeführt, so an Prof. Davidoff's kostbarem Stradivari-Violoncell. Er lebt jetzt von einer Invalidenrente.
5Schramm. — Gotha. † um 1850.
6Da er als Geigenmacher sein Auskommen nicht fand, wurde er — Theaterdiener. Er war nicht ungeschickt und als Reparateur vielbeschäftigt. Seine neuen Geigen sind freilich nur mittelmässig, doch erfreute er sich als Bogenmacher eines besonderen Rufs. Ein Schramm'scher Bogen wurde mit einem Dukaten bezahlt.
8Schree (Schnee?), J. G. — Leipzig.
9Eine Guitarre mit Wirbelbrett in Lyraform mit diesem Namen besitzt die Kgl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin.
11Schreck, Rudolph. — Berlin. 1725.
12Einer der ältesten nachweisbaren Geigenmacher Berlins. Arbeiten von ihm habe ich nicht erfragen können.
14Schreiber, Philipp. — Antwerpen. 1903.
15Schüler (und Schwager) von Holm Viertel. Als Gehilfe arbeitete er u. A. 3 Jahre lang bei J. W. Briggs in Glasgow und liess sich 1902 in Antwerpen nieder.
17Schrot, Jakob. — Innsbruck. 1838.
18Die Sammlung des Brüsseler Conservatoriums besitzt eine von ihm ausgebesserte Guitarrelaute. Auch sonst sind mir nur Reparaturzettel von ihm vorgekommen.
20Schubert, Anton. — Görlitz. 1885.
21Stellte 1885 in Görlitz Geigen aus, für die er die silberne Medaille erhielt.
23Schubert. — Epinal. 1830. 1831.
24Wahrscheinlich nur ein Händler, der auch Reparaturen übernahm.
26Schuberth, August Richard, eröffnete 1899 sein Geschäft in Markneukirchen.
28Schüller, Ernst, arbeitet als Geigenmacher in Markneukirchen.
30Schünemann, Otto. — Schwerin, Hamburg. Geb. 17. Dec. 1837 in Dargun i./M.
31Nachdem er von Musikdirector Carl Schulz in Rostock zum Geiger ausgebildet worden war, kam er nach Dresden, Leipzig etc. und dann mit Dr. Wirsing nach Prag, wo er seine ersten Versuche im Geigenbau machte. Er hatte so viel Freude daran, dass er sich entschloss, sich ganz auf diese Kunst zu verlegen. Zunächst ging er nach Hamburg als erster Geiger und verwendete jede freie Minute zum Geigenmachen, bis er nach neunjährigen eifrigen Studien seine Arbeiten der Oeffentlichkeit übergab. Brodsky, Haliř, Heermann und Sarasate spielten in Concerten auf seinen Geigen, er fand allseitige Anerkennung und wurde nach Schwerin berufen als Director der deutschen Geigenmacher-Schule, die dort am 2. Nov. 1887 unter dem Protektorat des Grossherzogs in's Leben
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