Scan 602
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1trat. Trotz des guten Erfolgs der Schule fand er in Schwerin auf die Dauer doch nicht den gewünschten Wirkungskreis und siedelte daher wieder nach Hamburg über, wo er jetzt als geschätzter und vielbeschäftigtter Geigenmacher lebt.
3Schütze, Wilh. — Forst, Guben. Geb. 25. Oct. 1836 in Magdeburg. Musikinstrumentenmacher und Geigenreparateur. Er war zuerst in Forst (N.-L.) ansässig und verlegte 1898 seinen Wohnsitz nach Guben.
5Schuldt, Johann. — Lübeck. 1647. 1649.
6Ein Lautenmacher, der 1647 Bürger wurde und 1649 in zweiter Ehe Catharina Lüders heirathete.
8Schult, J. H. — Lübeck. Geb. 24. April 1866 in Bliefensdorf bei Neustadt i./M.
9Schüler von Otto Schünemann. Nachdem er in Rostock, Hamburg etc. als Gehilfe gearbeitet hatte, liess er sich 1896 in Lübeck als Geigenmacher nieder und fand durch seine ungewöhnliche Kunstfertigkeit bald einen ausgedehnten Kundenkreis. Er ist ebenso tüchtig im Neubau wie in der Wiederherstellung alter Geigen, verarbeitet prachtvolles, altes Holz und versteht sich trefflich auf das Lackiren. Er fertigt alle Theile an seinen Geigen selbst an und zeichnet sich durch grösste Sorgfalt aus.
11Schultz, Jürgen Wilhelm. — Hamburg.
12Ein Instrumentenmacher, von dem man nur weiss, dass er am 25. August 1797 Bürger wurde.
14Schulz, Peter. — Regensburg. Geb. 17. Juli 1808 in Regensburg, † 2. April 1871.
15Schüler von Jos. Fischer. Er arbeitete bei Vauchel in Würzburg, Bausch in Dessau und in Rotterdam (wahrscheinlich bei den Brüdern Coenen), wurde der Nachfolger seines Lehrmeisters im Geschäfte und betrieb dasselbe im gleichen Hause (Pfarrergasse E. 149 II) weiter, so dass die Geigenmacherei hier 73 Jahre lang ununterbrochen betrieben wurde. Schulz gehört zu den hervorragenden deutschen Geigenmachern, und seine besten Instrumente, die sich noch im Besitze seines Schülers und Nachfolgers Kerschensteiner befinden, sind Meisterwerke ersten Ranges. Er arbeitete vorzugsweise nach Stradivari, Guarneri und Maggini
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