Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 603

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

19 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 581. See the scan on archive.org.

1und wendete fetten Oellack an. Ausserdem galt er auch für einen der besten Guitarren- und Zithernmacher. Prachtvolles Holz und tadellose Arbeit sind Kennzeichen seiner Geigen. Er verband sich 1865 mit seinem Schüler X. Kerschensteiner und erhielt von 1854—1869 viele Medaillen.
3Reparavit Petrus Schulz Ratisbonae anno 1861
5Petrus Schulz Ratisbonensis faciebat anno 18
7Petrus Schulz Chittar- und Geigenmacher in Regensburg anno 18
9Schulz, Friedr. Wilh. — Magdeburg. 1895.
10Er hat bei einem Blechinstrumentenmacher gelernt und sich später auch mit Geigenreparaturen beschäftigt.
12Schulze, Carl. — Berlin. 1896. 1903.
13Er macht seine Geigen, wie er ankündigt, „nach physikalischen Gesetzen, nach den bisher geheimen, von mir erforschten Grundsätzen der alten Cremoneser Schule“. Als classische Vorbilder dienen, wie er sagt, die Werke von Stradivari aus den Jahren 1700—1725. Er bemüht sich, auf Grund der physikalischen Gesetze der Intervalle „ein gewissermaassen typisches Stradivari-Modell“ herauszubilden. Bei seinem Modell theilt der Stegpunkt die Grundlänge im Verhältniss von 6:5, entsprechend dem Intervall der kleinen Terz. Die Länge des Obertheils ist zu der des Mitteltheils wie 5:4, der grossen Terz entsprechend. Das Verhältniss des Untertheils zum Mitteltheil 3:2 giebt die Quinte. Der Stand der Stimme theilt die innere Länge in zwei Theile im Verhältniss von 4:3 gleich dem Intervall der Quarte; das Intervall der Octave 2:1 findet sich in der Theilung des Luftraums durch den Stand der Stimme. Als Versuch führte er eine Geige ohne Zargen aus, deren Längen- und Querschnitte Elipsen bilden. Zweck dieses Versuchs war, festzustellen, ob sich Bogen und Wölbungen in Elipsenform oder reine Zirkelbogen besser für das Geigenmachen eignen. Der Ton der Geige war besser als man vermuten sollte, aber es zeigte sich doch, dass die Zirkelbogen für das Geigenmachen günstiger sind als Elipsen, Parabel und Hyberbel. Seit dem Bestehen der königl. Sammlung alter Musikinstrumente zu Berlin reparirt er für diese die Streich- und Rupfinstrumente. Er schrieb das Buch: „Stradivari’s Geheimniss. Ein ausführliches Lehrbuch des Geigenbaus“. (Fussinger’s Buchhandlung. Berlin W. 35.), in welchem er auf Grund mühevoller Untersuchungen zu manchen neuen Gesichtspunkten kommt. Er maass die Theile der Geige von Innen und fand, dass die alten Meister sich bemühten, Interferenzen der Schwingungen zu vermeiden, und dass die Längenmaasse den Verhältnisszahlen der Consonanzen, die Breitenmaasse denen der Dissonanzen in der Musik entsprechen. In Bezug auf die Eigentöne von Decke und Boden kommt Schulze übrigens ungefähr zu denselben Ergebnissen, wie Dr. Grossmann. Schulze bestimmt auch hier die arithm. Verhältnisse für die frei schwingenden Flächen, als innerhalb des Zargenkranzes, während Dr. Grossmann die überstehenden Ränder und die aufgeleimten Theile ganz unberücksichtigt lässt. one of two readings
14Er macht seine Geigen, wie er ankündigt, „nach physikalischen Gesetzen, nach den bisher geheimen, von mir erforschten Grundsätzen der alten Cremoneser Schule“. Als classische Vorbilder dienen, wie er sagt, die Werke von Stradivari aus den Jahren 1700—1725. Er bemüht sich, auf Grund der physikalischen Gesetze der Intervalle „ein gewissermaassen typisches Stradivari-Modell“ herauszubilden. Bei seinem Modell theilt der Stegpunkt die Grundlänge im Verhältniss von 6:5, entsprechend dem Intervall der kleinen Terz. Die Länge des Obertheils ist zu der des Mitteltheils wie 5:4, der grossen Terz entsprechend. Das Verhältniss des Untertheils zum Mitteltheil 3:2 giebt die Quinte. Der Stand der Stimme theilt die innere Länge in zwei Theile im Verhältniss von 4:3 gleich dem Intervall der Quarte; das Intervall der Octave 2:1 findet sich in der Theilung des Luftraums durch den Stand der Stimme. Als Versuch führte er eine Geige ohne Zargen aus, deren Längen- und Querschnitte Elipsen bilden. Zweck dieses Versuchs war, festzustellen, ob sich Bogen und Wölbungen in Elipsenform oder reine Zirkelbogen besser für das Geigenmachen eignen. Der Ton der Geige war besser als man vermuten sollte, aber es zeigte sich doch, dass die Zirkelbogen für das Geigenmachen günstiger sind als Elipsen, Parabel und Hyberbel. Seit dem Bestehen der königl. Sammlung alter Musikinstrumente zu Berlin reparirt er für diese die Streich- und Rupfinstrumente. Er schrieb das Buch: „Stradivari's Geheimniss. Ein ausführliches Lehrbuch des Geigenbaus“. (Fussinger's Buchhandlung. Berlin W. 35.), in welchem er auf Grund mühevoller Untersuchungen zu manchen neuen Gesichtspunkten kommt. Er maass die Theile der Geige von Innen und fand, dass die alten Meister sich bemühten, Interferenzen der Schwingungen zu vermeiden, und dass die Längenmaasse den Verhältnisszahlen der Consonanzen, die Breitenmaasse denen der Dissonanzen in der Musik entsprechen. In Bezug auf die Eigentöne von Decke und Boden kommt Schulze übrigens ungefähr zu denselben Ergebnissen, wie Dr. Grossmann. Schulze bestimmt auch hier die arithm. Verhältnisse für die frei schwingenden Flächen, als innerhalb des Zargenkranzes, während Dr. Grossmann die überstehenden Ränder und die aufgeleimten Theile ganz unberücksichtigt lässt. one of two readings
16Gef. CARL SCHULZE
17in Berlin 18………….
18No

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.