Scan 609
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Seelos (Sellos), Georg. — Innsbruck. 1660. 1680.
2Ein geschickter Meister, von dem eine kleine Viola da Gamba auf der von der holländischen Gesellschaft »Pulchri studio« 1893 veranstalteten Ausstellung zu sehen war. Er schrieb seinen Namen auch Sellos, und es ist daher nicht ganz unmöglich, dass die Sellas in Venedig zu seiner Familie gehörten, um so mehr, als auch dort ein Georgius Sellas vorkommt.
4Seelos, Johannes. — Linz a./D. 1684. 1712.
5Er soll aus dem Salzburgischen in Linz eingewandert sein; da er aber dort das Bürgerrecht nicht erworben hat, fehlen persönliche Nachrichten über ihn. Er war jedoch ein angesehener Lauten- und Geigenmacher, dessen Instrumente sich grosser Beliebtheit erfreuten. Wenn sie sich auch im Aeusseren nicht sonderlich auszeichnen, so haben sie doch durchwegs einen edlen Ton. Eine Viola d’amore und eine Viola di Baryton besitzt das Museum Francisco-Carolinum in Linz, eine Laute von einfacher Arbeit aus dem Jahre 1699 das Museum des Pariser Conservatoriums (No. 216)*), ferner eine Laute von 1710 das Kärnthner Landesmuseum in Klagenfurt.
7Segher, Girolamo. — Cremona. Geb. 1646. 1682.
8Ein Schüler Amati’s, der von 1680—1682 bei ihm gearbeitet hat. Wahrscheinlich gehört er zu derselben Familie wie Stegher; s. d.
10Segizo (Segisso), Girolamo Maria. — Modena. Geb. 1503, † 15. Nov. 1553.
11Ein modenesischer Instrumentenmacher, der wahrscheinlich auch Lauten gemacht hat. Er starb durch einen Sturz vom Pferde. (Valdrighi 2916.)
13Seidel. — Markneukirchen.
14Als Geigenmacher gehören dieser Familie an:
16Seidel, Carl Friedrich Wilh. Bernhard, geb. 21. Juli 1868, hat eine Zeit lang in Hannover gearbeitet.
18Seidel, Christian Wilhelm, geb. 10. April 1815.
19Sohn und Schüler Joh. Gottlob Seidel’s. Seine Lehr- und Studienjahre währten von 1829—1844. Im letztgenannten Jahre machte er sich in seiner Vaterstadt selbstständig, indem er das väterliche Geschäft übernahm. Er arbeitete nach verschiedenen italienischen und deutschen Modellen und ward namentlich durch sein eigenes Modell »Seidel’s Geigen« bekannt. Diese Geigen haben gutes Holz, guten, meist gelben Lack, ansprechende Form, hübsche Schnecke und in Folge der sauberen Arbeit auch guten Ton. Auf dem Boden findet sich nebenstehende Brandmarke: * Seidel *
20Er setzte sich 1889 zur Ruhe und feierte 1898 in voller körperlicher Frische sein 60 jähriges Bürgerjubiläum.
22Seidel, Heinrich Alexander, geb. 8. Januar 1852.
24*) Chouquet liest irrig: »Seclos«.
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- Seelos, Georg
- Seelos, Johannes
- Segizo, Girolamo Maria
- Seidel, Carl Friedrich Wilh
- Seidel, Christian Wilhelm
- Seidel, Heinrich Alexander
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