Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 610

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

33 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 588. See the scan on archive.org.

1Seidel, Heinrich Robert, geb. 29. Dec. 1859.
2Schüler seines Vetters Christian Wilhelm S., bei dem er am 2. April 1873 in die Lehre trat. Nachdem er in mehreren Werkstätten als Gehilfe gearbeitet hatte, machte er sich im März 1884 selbstständig und trat ein Jahr später in die Innung ein, der er noch als Geigenmacher angehört. Er arbeitet u. A. nach dem Seidel-Modell. Auch sein Sohn wird Geigenmacher.
4Seidel, Johann Georg, geb. 26. Febr. 1760, † 22. Dec. 1813.
5Sohn und Schüler von Johann Michael II. S. Seine Geigen, die die Brandmarke I. G. S. tragen, kommen nicht gerade selten vor. Er hat viele gewöhnliche Schulgeigen, aber auch einzelne bessere gemacht.
7Seidel, Johann Gottlob, geb. 26. Jan. 1788, † 14. Febr. 1868.
8Schüler seines Vaters Johann Georg S. In seinen jüngeren Jahren arbeitete er nach dem üblichen Vogtländer Modell; später ist das Bestreben erkennbar, italienische Vorbilder nachzuahmen. Wenn er auch keine Meisterwerke schuf, gehören seine Geigen doch in der Regel zu den besseren. Einen Zettel hat er nur selten eingeklebt.
10Seidel (Seydel), Johann Michael I., geb. 1702, † 28. Nov. 1754.
11Er wurde 1723 Meister und Bürger, war ein fleissiger Geigenmacher und hatte manchmal einen besseren Lack von gelblicher Farbe, unter dem das Holz nur sehr wenig gebeizt erscheint. Er erreichte ein Alter von 52 Jahren 7 Monaten und 19 Tagen.
13Seidel, Johann Michael II., geb. 1731, † 28. Febr. 1810.
14Jüngerer Sohn und Schüler seines gleichnamigen Vaters. Er wurde 1753 Meister, übernahm schon im darauffolgenden Jahre die Werkstatt seines Vaters und arbeitete ganz in dessen Art weiter. Er wurde 79 Jahre weniger 3 Monate und 4 Tage alt.
16Seidel, Ehrhard. — Oldenburg i./Gr. 1850. † 1893.
17Ein Instrumentenmacher, der sich auch mit der Herstellung von Geigen beschäftigte, ohne darin Besonderes zu leisten.
19Seifert, Georg. — Marburg (Hessen). 1877. 1880.
20Er stammte aus Gersfeld und arbeitete sauber nach Guarneri. Er war vielleicht ein Schüler von Kaudetzky. In einer seiner Geigen liest man:
22Seifert, Otto. — Berlin. Geb. 23. Dec. 1866 zu Markneukirchen i./S.
23Im Jahre 1880 trat er bei Albin Brückner in die Lehre, arbeitete dann als Gehilfe bei Heckel in Dresden und von 1885—86 bei David Bittner in Wien, 1887 bei Rieger in München. Später arbeitete er noch in Frankfurt a./O. und Berlin etc., machte sich Ende 1896 in Berlin selbstständig und betreibt als Specialität den Bau von Streichinstrumenten nach Dr. Grossmann’s Theorie, wobei er insofern mit dem Erfinder zusammen arbeitet, als dieser Seifert’sche Geigen nachprüft und einen dementsprechenden Vermerk in die Geigen einträgt. Seine Geigen zeigen im Aeusseren manche Uebereinstimmung mit den Werken der alten deutschen Schule.
25Seiler s. Sailer.
27In usum Dom. Wolff. Music Dir. Univers. lit.
28fecit Georgius Seifert, Gersfeldensis
29Marpurgi anno 1877.
31Gebaut nach Dr. Grossmann’s Theorie mit im Quintverhältniss abgestimmten Resonanzplatten von
32Otto Seifert in Berlin 1899.

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.