Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 612

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

27 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 590. See the scan on archive.org.

1Selle, Hans. — Czarnikau (Posen). 1900. 1901.
2Ein Dilettant, der verschiedene Geigen gemacht hat, die er vor dem Lackiren mit Saffran grundirte.
4Selling, O. F. — Stockholm. 1851.
5Als Wiederhersteller alter Instrumente nicht ungeschickt.
7Sellos s. Seelos.
9Šembera s. Sembera.
11Seni, Francesco. — Florenz. 1634.
12Sohn des Vincenzo S. Ein wenig bekannter Lauten- und Geigenmacher.
14Senta, Felicio (oder Fabrizio). — Turin. Anf. des XVIII. Jahrh.
15Wenig hervortretender Lauten- und Geigenmacher, der auch in Florenz gearbeitet haben soll. Eine Diskant-Viola di Gamba von ihm in Kopenhagen, eine gute Viola d’ amore in Florenz. Auch im Verzeichniss der Musikinstrumente des Herzogs von Florenz, das Cristofori 1716 angefertigt hat, wird er erwähnt: No. 40 •Un bassetto di Fabrizio Senta, di Turino . . . .
17Seraphin, Giorgio. — Venedig. 1742. 1747.
18Enkel von Santo Seraphin, von dem er jedoch nur wenig mehr als den Namen erbte. Die Arbeit, das Holz und der Lack sind gut; auch die Schnecke ist hübsch geschnitzt; nur der Ton ist zu schwach. Er verwendete auch eine Brandmarke.
20Seraphin, Santo. — Udine, Venedig. 1678. 1735.
21Seiner eigenen Angabe nach war er ein Schüler von Nicolaus Amati; seine älteren Instrumente lassen jedoch eher darauf schliessen, dass er bei einem Tyroler Meister gelernt hat. Er stammte aus Udine, wo er in den ersten 10 oder 20 Jahren seiner Tätigkeit nachweisbar ist. Es ist ja immerhin möglich, dass er ursprünglich bei einem Tyroler gelernt hat und dann erst zu Amati gekommen ist. In seinen reifen Werken steht er ebenso unter dem Einfluss Amati’s als Francesco Ruggeri’s. Er ist seit mindestens 1710 in Venedig ansässig gewesen und darf unbestritten als der bedeutendste venezianische Geigenmacher betrachtet werden. In Bezug auf die Sorgfalt der Ausführung wird er nur von Stradivari übertroffen. Die F-Löcher und die Schnecke machte er zeitlebens nach Stainer; auch die Wölbung, die er ziemlich hoch nimmt, hat Anklänge an Stainer’s Modelle behalten. Das Holz der Decke ist sehr schön, der Boden meist klein geflammt; von nicht minder hervorragender Beschaffenheit ist auch sein röthlicher oder gelbbrauner Lack. Wie nicht anders zu erwarten, ist der Ton wundervoll klar, gleichmässig und edel, so dass es begreiflich erscheint, wenn für seine Violinen gerne 5000 M. bezahlt werden. Ebenso trefflich und ebenso gesucht sind seine Violoncelli und seine Bässe. Auf seinen älteren, aus Udine datirten Zetteln nennt er sich einen Amati-Schüler; seine venezianer Zettel haben die nebenstehende bekannte Umrahmung. Ausserdem brannte er auch seinen Namen in seine Instrumente ein. Wenn Vidal auf einem älteren Zettel die Jahreszahl 1648 liest, so ist die Zahl entweder gefälscht oder 1678 zu lesen gewesen.
23Georgius Seraphin, Sancti nepos fecit Venetiis 1747 one of two readings
25Sanctus Seraphin Utinensis Fecit Venetiis Ann. 1735 one of two readings
26(no line here) one of two readings

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