Scan 620
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Simoutre, Nicolas. — Mirecourt, Metz. Geb. 1788 in Mirecourt, † 1870 in Metz.
2Schüler von Nicolas Lupot in Paris. Im Jahre 1817 begründete er seine Werkstatt in Mirecourt. Da er ein tüchtiger Meister war, hatte er bald einen Zulauf der talentvollsten Gehilfen, von denen die Brüder Vuillaume und Mougenot hervorgehoben werden müssen. In den ersten Jahren seiner Selbstständigkeit machte er meist Guitarren für Pariser und ausländische Häuser, seit 1838 aber nur mehr Violinen. Anfangs der vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts siedelte er nach Metz über, wo er während der Belagerung starb. Er war ungemein fleissig und hat an tausend Violinen und Violoncelli gemacht. Er bevorzugte ein grosses Patron und copirte alle Meister, hauptsächlich aber Stradivari und Guarneri. Sein Holz ist gut, aber selten schön; auch sein Spirituslack ist nicht besonders zu loben.
4Simoutre, Nicolas Eugène. — Basel, Paris. Geb. in Mirecourt 19. April 1839.
5Sohn und Schüler von Nicolas S. Nachdem er 1852 bei Darche in Paris, 1856 bei Roth in Strassburg gearbeitet hatte, zog er 1859 nach Basel, wo er unter der Protection von His-Burkhardt seine eigene Werkstatt eröffnete und bald in weiten Kreisen als tüchtiger Meister geschätzt wurde. Im Jahre 1890 siedelte er nach Paris über und wohnte erst in der Rue de l'Echiquier No. 38. Er machte allerlei Erfindungen, die er auch in kleinen Brochuren beschrieb. Die hauptsächlichste davon besteht übrigens nur in dem Ausfüttern zu schwach gemachter Geigen; als Neuerung konnte man lediglich den Umstand bezeichnen, dass er zur Bodenfütterung Fichtenholz verwendet und die Unterlaghölzer nicht nach den Jahren einsetzt, sondern sich kreuzen lässt. Er nennt dies „harmonisches Unterlagholz“. Er ist ein gebildeter u. denkender Künstler, der mehrfach literarisch aufgetreten ist und u. A. zu Ritter's Erfindung der Viola alta (in Le Monde musical) Stellung nahm. Jetzt ist sein Sohn und Schüler Theilhaber seines Geschäftes.
7Simpson, James (?). — London. 1790.
8Sohn von John Simpson und Theilhaber des Geschäftes seines Vaters.
10Simpson, J(ohn?). — London. 1785. 1794.
11Ursprünglich führte er sein Geschäft allein, später zusammen mit seinem Sohne J(ames ?). Es ist fraglich, ob die Geigen, die ihren Zettel tragen und meist sehr fabrikmässig hergestellt sind, wirklich von ihnen gemacht wurden. In der Arbeit sind ihre Geigen gut und erinnern an deutschen Stil; die Schnecke ist
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