Scan 621
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1dünn und armselig, die F-Löcher gewöhnlich, die Einlage fehlt und der Lack ist dunkelorangegelb. Sie hiessen James und John, wie aber der Vater und wie der Sohn? Eine viersaitige Alt-Viola di Gamba von ihnen besitzt C. Claudius in Malmö.
3Sinclair, William. — New-Pitsligo. Geb. in New-Pitsligo. 1836.
4Er hat etwa 40 Geigen nach Guarneri gemacht und die ersten mit Spiritus-, die späteren mit rothem Oellack versehen. Bekannt wurde er durch seine eigenartigen Versuche. Er hat dreieckige Violinen mit mit-schwingenden Saiten, ferner Geigen mit zwei spielbaren Saitenbäzügen übereinander etc. *erfunden*.
6Sintner, Joh. — Mittenwald. 1885. 1895.
7Ein geschickter Geigenmacher, der hauptsächlich für die grossen Mittenwalder Fabrikanten arbeitete und daher nicht hervortrat, jedoch eine Reihe tüchtiger Schüler ausbildete.
9Sippy, Coviaux. — Marseille. 1850.
10Er war einer der Lehrer von Marius Richelme und der Geschäftsvorgänger von Ch. Daniel.
12Sir, Léo. — Marmande. Geb. 18. Aug. 1881 in Bordeaux.
13Sein Vater Léon S. betrieb das Geigenmachen aus Liebhaberei mit grossem Eifer und schönen Erfolgen und konnte daher seinem Sohne die ersten Anleitungen geben. Von 1901—1902 arbeitete Léo Sir zu seiner letzten Ausbildung bei Brugère. Er gilt als sehr talentvoll und ist jetzt im Geschäfte seiner Mutter, die früher in Langon ansässig war, thätig. Sein Modell ist originell und steht zwischen Stradivari und Amati, doch erklärt er selbst, dass er dasselbe, wenn es ihm nötig scheinen sollte, noch verändern würde. Sein besonderes Augenmerk verwendet er auf einen schönen Oellack. Er ist dabei auch zu günstigen Resaltaten gekommen, wenn auch sein Lack (von goldrother Farbe) noch den Fehler hat, in das Holz einzudringen.
15Sirjean. — Paris. 1818.
16Er hatte seine Werkstatt Rue de l'École No. 31, war aber nur als Bogenmacher von Bedeutung.
18Sirotti, Nicola. — Spilamberto. XIX. Jahrh.
19Valdrighi (2989) erwähnt ihn als Geigenmacher, er war aber nur ein Dilettant und seines Zeichens ein Schuster, nebenbei auch Musiker.
21Sitt, Anton. — Prag. Geb. 5. Febr. 1819 in Vál (Ungarn, Stuhlweissenburger Comitat), † 19. Nov. 1878 zu Prag.
22Sohn des Gärtners Sitt und seiner Frau Franziska aus Tabajd. Von 1834 bis 1840 war er Schüler von Joh. Schweitzer in Budapest, bis 1843 dessen Gehilfe, später bei A. Hoffmann in Wien, Bausch in Leipzig, dann bei Mich. Weber. 1848 kam er zu Kulik nach Prag, dessen Tochter Sophie er noch
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