Scan 624
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Smith & Tilton (Amerikaner) haben einen Bassbalken erfunden, bekannt in Europa unter den Namen »Withers-Balken«, da E. Withers & Co. diesen Balken in England zuerst eingeführt haben.
3Smolka, Francesco. — Rom. 1849.
4Begründete 1849 sein Geschäft, dessen Firma jetzt Smolka Fratelli lautet.
6Smorzone, Giovanni. — Rom. 1722. 1724.
7Ein Lautenmacher, den Valdrighi (3000) erwähnt.
8Von ihm besitzt C. Claudius in Malmö eine Mandoline.
10Sneider, Joseph. — Pavia. 1701. 1718.
11Ein Schüler Nicola Amati’s und wahrscheinlich, wie sein älterer Mitschüler Leopold »Tedesco«, von deutscher Abstammung. Er ahmte seinen Meister nach, arbeitete sehr schön, hatte einen guten, durchsichtigen Lack von gelber oder hellbrauner Farbe. Die Wölbung nahm er mässig hoch, hatte schön geschwungene F-Löcher und eine hübsche Schnecke.
13Snip s. Knipp.
15Snoeck (Schnoeck), Egidius. — Brüssel. 1700. 1730.
16Einer schon im 16. Jahrhundert vorkommenden Instrumentenmacher-(Orgelbauer-)Familie entstammend und ein Vorfahr des vielverdienten Instrumentensammlers C. Snoeck. Egidius Snoeck darf mit Recht für einen Schüler und Nachfolger Pierre Bourbon’s gelten; ihre Arbeiten sind sich sehr ähnlich, und die Jahreszahlen sprechen nicht dagegen. Er war Hof-Lautenmacher; in seinen Geigen, die recht lobenswerthe Arbeit zeigen, nähert er sich dem Amati-Modell. Sein Lack ist rothbraun und von guter Beschaffenheit. Eine Geige von ihm besitzt Mahillon, und ein halbes Violoncello befindet sich aus der Sammlung Snoeck jetzt in Berlin.
18EGIDIUS SNOEK A BRUXELLES. 1727. Egidius Snoeck tot Brussel 1714.
20Snoeck, Henri Augustin. — Brüssel. 1762. 1764.
21Sohn und Schüler von Marc Snoeck. Nach dem Tode seines Vaters wurde er zum Hof-Geigenmacher ernannt. Als aber 1764 seine Ernennung zum ersten Violinisten der Hofkapelle erfolgte, übertrug er seine bisherigen Functionen auf Michiels und Neumanns, um sich ausschliesslich dem Berufe als Musiker hinzugeben. Geigen von ihm sind mir nicht bekannt.
23Snoeck (alias Brochet oder Broché), Marc. — Brüssel. 1726. † zwischen 27.—31. März 1762.
24Wahrscheinlich ein Sohn von Egidius Snoeck und dessen Nachfolger als Hof-Lautenmacher. Schon 1726 erscheint er in den Listen als »faiseur répétiteur et directeur des instruments« und gleichzeitig unter seinem Pseudonym Brochet oder Broché als Balletmeister und Componist. Seine Arbeiten verdienen alles Lob; ein schönes Violoncello von ihm findet sich aus der Snoeck’schen Sammlung in Berlin und ebenda ein in Nordfrankreich entdeckter Bass, der sein Pseudonym und das Ladenschild »au roy David« auf dem Zettel nennt. Eine originelle Inschrift aus einem von ihm ausgebesserten Instrument theilt van der Straeten
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