Scan 626
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1gelben oder orangerothen Lack. Seine Geigen sind gute, hellklingende Orchesterinstrumente. Ausser seinem Zettel verwendet er auch eine Brandmarke.
3Solmann, Friedrich. — Augsburg. 1802.
4Ist mir nur nach seinem Zettel bekannt geworden.
6Sollner, Franz Josef. — Tachau i./B. Geb. 1848 in Tachau.
7Neffe von W. J. Schunda, Schüler von Gabriel Lemböck. Nach Beendigung seiner vierjährigen Lehrzeit arbeitete er als Gehilfe in Wien und Budapest und eröffnete 1876 in seiner Vaterstadt seine eigene Werkstatt. Im Jahre 1888 folgte er einem Ruf nach London, ging 1890 nach Budapest zu seinem Oheim auf zwei Jahre als Werksführer und kehrte dann nach Tachau zurück. Er arbeitet meist nach den Modellen von Stradivari, Guarneri und Maggini und verwendet einen schönen Spirituslack eigener Zusammensetzung. Seine Arbeit ist sehr schön, der Ton weich und das Holz recht gut. Auch im Wiederherstellen alter Geigen ist er ein würdiger Schüler seines trefflichen Meisters.
9Somer, Nicolas. — Paris. 1725, † vor 1776.
10Er gehörte einer bekannten Orgelbauerfamilie an und ist mir selbst auch nur als Orgelbauer bekannt. Doch war er geschworener Meister der Lautenmacherzunft für 1749 und später Syndikus; auch finde ich Geigen von ihm in englischen Händlerverzeichnissen ausgeboten. Seine Witwe, die Pont au Change wohnte, führte das Geschäft von 1776—1783 fort.
12Sommer, Egyd. — Absroth, Schönbach b./E. 1896. 1900.
13Ein Bass- und Cellomacher, der in Eger und Aussig silberne Medaillen erhielt.
15Sommerset, s. Strong.
17Soncini, Luigi. — Mont’ Orso und San Martino d’ Este. 1831.
18Ein von Valdrighi (3022) erwähnter Geigenmacher des 19. Jahrhunderts.
20Sorsana, Spirito. — Coni. 1714. 1736.
21Seine Geigen erinnern in einzelnen Theilen an die Cappa’s und stehen unter dem Einfluss der Amati-Schule.
23Sostegni, Salvatore. — Florenz. 1704.
24Sohn des Antonio S. Ein florentinischer Lautenmacher ohne Ruf.
26Sottler, Joseph Karl. — Graslitz.
27Er dürfte richtig Sattler heissen.
29Soulier. — Paris. 1830.
30Sein Name findet sich ab und zu in Geigen, die nicht schlecht sind; doch scheint er wenig bekannt geworden zu sein, denn nicht einmal seine Landsleute Vidal, Grillet etc. erwähnen ihn.
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