Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 650

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

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1zuverlässigen Angaben verdankt man hauptsächlich den Forschungen Paolo Lombardini's, Sacchi's und Mandelli's, der seine Forschungen den Brüdern Hill überliess. Desto mehr aber erzählen uns seine herrlichen Werke. — Stradivari entstammt einer alten Patrizierfamilie, deren Name auch Stradiverdi geschrieben wurde, und schon 1127 bekleidete ein Ottolinus Stradivarius die Würde eines 'Senator patriae'; den gleichen Titel führte 1168 Egidius Stradivari; um die Mitte des 14. Jahrhunderts werden zwei Rechtsglehrte Grisandro und Guglielmo Stradivari erwähnt. Der Name soll übrigens auf 'Stratiarus', d. i. Zolleinnehmer, zurückgehen. Antonio war der Sohn des Alessandro Stradivari und der Anna, geb. Moroni. Seine Geburt ist in den Matrikeln der Stadt nicht verzeichnet, und es liegt daher nahe, zu vermuten, dass 'er nicht in Cremona selbst, sondern
3Stradivari 1701. Stradivarius (Boden.)
5vielleicht auf einem nahen, der Familie gehörigen Landgute geboren sei. Nicht einmal auf das Jahr seiner Geburt könnten wir schliessen, wenn er nicht in eine seiner Arbeiten neben seinen Namen und der Jahreszahl 1732 geschrieben hätte '82 Jahre alt'. Er muss also, wenn diese Angabe genau war, erst um 1650 geboren sein*). Aus den Kirchenbüchern erfährt man ferner, dass er am 4. Juli
7*) Fetis erzählt von einer Geige, die im Hause Salabue aufbewahrt worden sein soll, in der neben der Jahreszahl von Stradivari's Hand geschrieben steht: 'anno aetatis 92', und nimmt daher 1644 als Geburtsjahr. Ob er diese Geige selbst gesehen, ist fraglich. Niederheitmann erwähnt diese Geige ebenfalls mit der Bemerkung: 'Wichtig als einzige Quelle für das Alter Stradivaris,'

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