Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 662

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

29 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 640. See the scan on archive.org.

1Straub, Josef. — Röthenbach. 1783.
2Vielleicht ein Sohn von Simon II. Str., dessen Arbeit mit der seinen übereinstimmt. Sein Modell ist von mittlerer Grösse, sein Lack dunkel. Auf seinen Zetteln fehlt oft die Jahreszahl.
4Joseph Straub Geigenmacher bei Neustadt in Röthenbach. geschr.
6Straub, Marx (Martin?). — Friedenweiler. 1751.
7Vielleicht ein Sohn von Simon Str., der Arbeit nach aber jedenfalls dessen Schüler. Er war nicht ungeschickt, wenn er auch nur handwerksmässig arbeitete. Er ist wahrscheinlich identisch mit einem „Martin“ Straub, von dem es Geigen geben soll, der sich in den Kirchenbüchern aber nicht vorfindet.
9Straub, Marx. — Röthenbach und Löffingen (Schwarzwald). 1770. 1777.
10Einer der besseren Schwarzwälder Geigenmacher, vielleicht Sohn oder Neffe von Marx Str. in Friedenweiler. Er war mit Katharina Faller verheirathet und hatte nur eine 1777 geborene Tochter. Im Kirchenbuche wird er ausdrücklich als „Geigenmacher“ bezeichnet. Er hatte ein eigenes, an die Tyroler Bauart erinnerndes Modell und ist nicht unsauber in der Arbeit.
12Marx Straub Geigenmacher in Stadt Löffingen auf dem Schwarzwald 1770
14Straub, Matthias. — Friedenweiler. 1750.
15Fleissiger Geigenmacher, der auch gedruckte Zettel verwendete. Gutes Deckenholz, meist ordinärer Boden, ohne Einlagen, trüber Lack, aber ziemlich guter Ton.
17Mathias Straub zu Friedenwiller auf dem Schwartzwald anno 17..
19Straub, Simon I. — Friedenweiler. 1706.
20Der beste Meister aus der Familie. Eine Viola Bastarda von hübscher Arbeit befindet sich aus der Sammlung Snoeck (No. 491) in Berlin.
22Simon Straub von Friedenweiler 1706
24Straub. Simon II. — Röthenbach. 1766. 1774.
25Er war mit Katharina Winterhalter verheirathet und hatte drei Kinder: Josef, Marie und Andreas; in den Kirchenbüchern wird er bald „Musicarius“ bald „operarius“ genannt. Seine Geigen haben oft gutes Deckenholz, Birnbaumschnecken und Buchengriffbrett, sind in der Form nicht besonders schön. Decke und Boden ungleich gewölbt, klingen aber manchmal recht gut.
27Straube. — Berlin. 1770. 1810.
28Nach glaubwürdigem Ausspruch ein geschickter Meister. Es war mir aber nicht möglich, einer Geige von ihm habhaft zu werden. Auch über sein Leben und seine Persönlichkeit war nichts zu erfahren; selbst in Ledebur’s Tonkünstler-Lexikon Berlins wird er mit zwei Zeilen abgethan. Er soll die Italiener gekannt und Bernsteinlack angewandt haben. Zuletzt machte er nur noch Claviere.

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