Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 672

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

22 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 650. See the scan on archive.org.

1Tecchler, David. — Salzburg, Venedig, Rom. Geb. 1666, † nach 1743.
3Der Name kommt auch Techler, Tekler, Deckler, Dechler u. s. w. geschrieben vor. Seine ältesten, wahrscheinlich noch in Salzburg gemachten Geigen zeigen unverkennbar den Stainer'schen Stil. Um 1705 nach Rom gegangen, schliesst er sich mehr den Italienern an und erreicht hier seine höchste Vollendung. Er ist der bedeutendste Geigenmacher Roms, kommt N. Amati sehr nahe und zeichnet sich sowohl durch prachtvolle Arbeit als auch durch die Tonfülle seiner Geigen aus. Er wählte meist grosse Modelle, nahm wundervolles Holz, das er freilich in der Dicke nicht allzu genau berechnete, und besass einen reichen Lack von gelbröthlicher Farbe. Charakteristisch für ihn ist die Verlängerung der Ecken und die breiten, oft zu weit geöffneten F-Löcher. Ausser Violinen machte er auch hervorragend schöne Violoncelli und Bässe, die allerdings sehr breit ausfielen. Von seinem Leben ist wenig bekannt, es wird nur erzählt, dass er in Venedig von den einheimischen Geigenmachern sehr angefeindet wurde und desshalb nach Rom übersiedelte, wo er u. A. eine Zeit lang in die Schweizer Garde des Papstes eingereiht gewesen sein soll.
5David Techler fecit
6an. Dni 1743
7aetatis sue 77
9David Dechler
10fecit Rom 1710
12David Tecchler Fecit
13Rome Anno Dni 1721
15Viola von David Tecchler, Venedig um 1700.
17Tedesco (Todesco), Leopoldo(il). — Rom. Geb. um 1625. 1658.
18Von 1652—1654 arbeitete er in Cremona bei Nic. Amati. Dann ging er nach Rom, wo er noch 1658 vorkommt. Er arbeitet nach dem Amati-Modell, ist aber nicht besonders sauber in der Ausführung, dagegen hat sein Lack lobenswerthe Eigenschaften. In Bruni's Inventar (S. 5) wird eine Violine von ihm aus dem Besitze des Marquis Chabert de Cogolin († 1805) aufgeführt, deren Zettel Bruni sichtlich nicht lesen konnte; er las: 'Leopoldo per rebere tedesco alievo di Nicolas Amatis Cremone 1750'. Abgesehen von der falschen Jahreszahl und Schreibfehlern ist das unverständliche 'per rebere' — wenn es nicht 'peregre (d. h. in der Fremde) geheissen —, vielleicht der eigentliche Familienname oder die Heimathsbezeichnung gewesen, da 'il Tedesco' doch nur ein Beiname war.
20Teixeira, M. C. — Lissabon. 1895. 1898.
21Portugiesischer Guitarren- und Mandolinenmacher vom Ende des 19. Jahrhunderts.

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