Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 678

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

30 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 656. See the scan on archive.org.

1Thir, Anton I. — Wien. 1750. 1798.
2In den Bürger- und Steuerbüchern in Wien wird er nicht erwähnt, aber in Geigen, die in der Arbeit an die Leidolff erinnern, findet sich sein Name von 1750 an. Er ahmte das Stainer-Modell nach und hatte einen rothbraunen Lack. Er soll ein Sohn des Mathias Thir gewesen sein und wohnte vielleicht in einem Wiener Vorort. Eine von ihm 1795 angefertigte Guitarre aus türkischem Haselnussholz mit elf Metallsaiten besitzt die Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (No. 36).
4Antonius Tirr
5fecit Viennae 175..
7Antonius Tier
8fecit Viennae Anno 1798
10Thir (Dier), Anton II. — Wien. 1826. 1836.
11Vermuthlich ein Sohn von Anton I. Th. Er wohnte 1826 in der Stadt No. 897 und war beeideter Sachverständiger.
13Thir (Thier), Johann Georg. — Wien. 1738. † nach 1781.
14Er legte am 1. Sept. 1738 den Bürgereid ab und wohnte bis etwa 1776 im sogen. Wübmer Viertel, dann heisst es im Steuerbuch von ihm: "der Thir ist in der Stadt behaust". Einer der besten Wiener Geigenmacher. Seine Geigen haben langes, schmales Patron und hohe (Stainer-)Wölbung. Die F-Löcher stehen enge (45 mm) beisammen; die Zargen sind 32–33 mm hoch. Die Schnecke ist gross und schön. Bei seinen Violoncelli bevorzugt er ein grosses Patron. Sein Lack ist von weichselholz-brauner Farbe. Zwei gute Geigen von ihm aus den Jahren 1768 und 1773 besitzt das Schottenstift in Wien. Im Jahre 1781 wurde Fr. Gaisenhof sein Nachfolger, dieser scheint Thir's Zettel weiter gebraucht zu haben, da es noch Geigen mit Thir's Namen und der Jahreszahl 1791 giebt.
16Joannes Georgius Thir, fecit Viennae, Anno 1791.
18Georg Thüer
19kaiserl. königl. Hof-Geigenmacher (und Guitar)
20Wien No 1772
21Anno 1824.
23Thir, Josef. — Wien.
24Angeblich der Letzte seiner Familie. Er kommt weder als Bürger vor, noch habe ich je von Arbeiten von ihm gehört.
26Thir (Thier, Tihr, Dier), Mathias. — Wien. 1770. 1796.
27Berühmter Lauten- und Geigenmacher, der im sogen. Kärnthner-Viertel in der Himmelpfortgasse (im Bader-Haus) wohnte und am 17. März 1770 den Bürgereid ablegte. Er soll früher in Pressburg ansässig gewesen sein. Seine Geigen sind sauber nach der Form gearbeitet, haben ziemlich hohe Wölbung und sehr guten Ton; auch sein brauner Oellack ist recht gut. Zwei Geigen von ihm aus den Jahren 1774 und 1796 besitzt das Schottenstift in Wien. Eine Geige von 1772 der Mathias-Dom in Ofen. Eine Violine von 1771 der Pressburger Dom. Eine Viola d'amore von 1779 die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.
29Matthias Thir / fecit / Viennae / Anno 1777.

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