Scan 689
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
31 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 667. See the scan on archive.org.
1Vorzüge der Stradivari- und Guarneri-Modelle, die er ausschliesslich nachahmte. Besonders schön sind seine Schnecken ausgeführt; auch im Ton sind seine Geigen sehr gut, und seine Violoncelli gehören zu den besten, die in England gemacht wurden. Trotzdem starb er in grösster Armuth.
3Tobin. — London. 1844.
4Sohn und Schüler von Richard T.; er hat fast nur für fremde Geigenmacher und Händler gearbeitet.
6Todini, Michele. — Rom. Geb. in Saluzzo 1625. 1676.
7Ein piemontesischer „Tausendkünstler“. Er kam aus Saluzzo nach Rom, wo er nächst dem Arco della Ciambella sein Haus hatte, und war mehr Mechaniker als Geigenmacher, vor Allem aber ein tüchtiger Musiker. Er soll der Erste gewesen sein, der im römischen Streichorchester den Contrabass eingeführt hat*). Er versuchte sich in allerlei Erfindungen an Lauten und Geigen, baute Orgeln und kunstvolle Uhren und gab eine kleine Schrift heraus unter dem Titel: Dichiaratione della galleria armonica eretta nella sua habitatione posta all’ arco della Ciambella. (In Roma, per Francesco Tirroni 1676. 12°. 12 S.) Vgl. auch A. Bertolotti: „Un musico meccanico“ (Artisti subalpini in Roma S. 56 ff.).
9Todini, Pietro. — Rom. 1675.
10Vielleicht ein Sohn Michele’s. Er machte Lauten, besonders aber schöne Harfen und Cimbeln.
12Todt, (Heinrich) Hermann. — Markneukirchen. Geb. 29. Dec. 1862.
13Schüler von Carl Richard Ficker. Er ist Geigen- und Bogenmacher und begründete 1882 sein eigenes Geschäft, dem er bald einen guten Ruf verschaffte. Er handelt auch mit alten Geigen.
15Tolbecque, Auguste. — Paris, Niort. Geb. 30. März 1830 in Paris.
16Sohn des Hofballmusikdirectors Isidor Tolbecque, ein trefflicher Violoncellist, der als solcher 1849 den ersten Preis des Conservatoriums in Paris erhielt. Von besonderer Neigung getrieben, verlegte er sich auf das Geigenmachen, lernte bei Rambaux, hat eine Anzahl trefflicher Copien nach alten Meistern gemacht und sich auch als Reparateur grosse Geschicklichkeit erworben. Im Jahre 1858 liess er sich in Niort, Deux Sèvres, nieder, wo er sich auch mit Erfolg als Orgelbauer versuchte. Seine werthvolle Sammlung alter Musikinstrumente kaufte 1879 das Brüsseler Conservatorium. Seine Zettel zeigen ein merkwürdiges Sprachengemisch:
18Ate. Tolbecque fils fecit
19Parigi, anno 1852
21Tomasi, Carlo Gasparo. — Modena. XVII. oder XVIII. Jahrh.
22Valdrighi (3610) kennt nur eine prachtvoll lackirte Viola d’ amore von ihm, deren Stil dem des 17.—18. Jahrhunderts entspricht.
24Tomasowski, Karl F. — Berlin, Haag, Rotterdam.
25Schüler von W. J. Schunda. Um 1889 kam er als geschickter Geigenmacher nach Berlin, scheint aber dort wenig Erfolg gehabt zu haben, so dass er sich hauptsächlich auf den Verkauf alter Geigen verlegte, wobei er jedoch auch Unglück hatte. Nach 1892 ging er nach Holland, wo er sich 1898 selbstständig machte.
27Tomay. — Agram. 1900.
28Kroatischer Lautenmacher der Gegenwart, der mit Tkalčić zusammen arbeitet und hauptsächlich die Tamburitza herstellt. Eine Arbeit von Beiden befindet sich in der Sammlung Crosby Brown in New-York (No. 1027).
30*) Man hat ihm sogar die Erfindung des Contrabasses zuschreiben wollen, was schon deshalb unrichtig erscheint, weil dieser schon 1619 bei Praetorius abgebildet zu finden ist.
Makers on this page
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.