Scan 699
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Van der Heyden — Varjú.
3Vanderhaegen, A., lebte im XIX. Jahrh. in Gent.
4Van der Heyden. — Brüssel (?). 1888.
5Ein Belgier, der 1888 in Brüssel einen Fortschrittspreis für einen fünfsaitigen Contrabass erhielt.
6Van der Linden, Lorenz. — Brüssel. 1618. 1621.
7Hoflautenmacher; der Stammvater einer ganzen Musikerfamilie und jedenfalls der Vater des Lautenisten Lorenzino v. d. L., — wenn nicht dieser selbst.
8Vanderlist. — Paris. 1788. 1801.
9Vermuthlich besass er eine Geige von Guadagnini, die er sowohl im Modell als im Lack nachzuahmen sich bemühte. Seine Arbeiten sind gute Durchschnittswaaren; am besten waren noch seine Harfen. Er besass auch eine Brandmarke mit seinem Namen.
10Van der Meulen, A. M. C. — Herzogenbusch. 1858.
11Besserer Nordbrabanter Geigenmacher aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
12Van der Slaghmeulen, Joh. Bapt. — Antwerpen. 1660. 1679.
13Der Lukasgilde gehörte er nicht an; eine Geige von ihm führt das Selhof'sche Verzeichniss (1759) auf. Ein Violoncell aus d. J. 1672 stellte Willmotte 1878 in Paris aus. Gute Arbeit, mattbrauner Lack, schöne, aber grosse F-Löcher. hübsche Einlage mit Goldverzierung, an die Brescianer Schule erinnernd. Wenn der folgende Zettel, den Grillet mittheilt, echt ist, dann müsste der Name allerdings Van der Staghmeulen gelesen werden.
14Vandey, Gust. fils, begründete 1886 ein Geschäft in Cannes.
15Vangelisti (Evangelisti), Pier Lorenzo. — Florenz. 1700. 1745.
16Ein Geigenmacher dritten Ranges, von dem es jedoch einige gute Bässe giebt. Er hatte kein ausgesprochenes Modell und arbeitete im Stile Gabrielli's; nur seine im oberen Theile scharf gebogenen F-Löcher sind eigenartig. Eine Violine von ihm befindet sich im Museum Kraus in Florenz. Er gebrauchte verschiedene Zettel, was darauf schliessen lässt, dass er viel gemacht hat. Es muss daher auffallen, dass seine Arbeiten jetzt ziemlich selten vorkommen. Sie sind entweder einem raschen Verfall ausgesetzt gewesen oder aber von Händlern mit berühmteren Namen versehen worden.
17Vannucchi, Nicolo. — Florenz. 1703.
18Sohn des Domenico V. Er war vorzugsweise Lautenmacher und scheint überhaupt keine Geigen gemacht zu haben.
19Varjú, Karl. — Budapest. 1888.
20Ursprünglich Tischler, später Cymbalmacher; begründete ein Musikinstrumentengeschäft und beschäftigte sich dann auch mit Bau und Reparatur von Geigen. 1888 verband er sich mit Stefan Horváth, der das Geschäft später allein fortsetzte.
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