Scan 704
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Vibrecht (Wiebrecht), Gysbert. — Amsterdam. 1700. 1710.
2Vidal u. A. zählen einen Geigenmacher dieses Namens auf. — Sollte hier nicht eine Verwechslung mit dem schon 1671 vorkommenden Gisbert Verbeek vorliegen?
4Vicenzo (Vicentius). — Prato. 1612.
5Es soll Lauten mit seinem Namen geben; mir sind nur cymbalartige Instrumente von ihm bekannt geworden.
7Viedenhofer (Wiedenhofer), Bernhard. — Pesth (Budapest). 1791. 1797.
8Er war ein Schüler von Andr. Hueber und gehört zu den besseren ungarischen Geigenmachern. Seine Arbeit ist sehr genau und das Holz gut; das Modell weist Aehnlichkeiten mit Arbeiten der Brescianer Schule auf. Sein Lack ist jetzt sehr dunkel und oft rissig.
10Vieira, Augusto. — Lissabon. 1896.
11Portugiesischer Guitarren- und Mandolinenmacher vom Ende des 19. Jahrhunderts.
13Vieira da Silva, Joann. — Lissabon. 1700.
14Von ihm ist mir nur eine mit Elfenbein und Schildpatt eingelegte Zither bekannt geworden.
16Vielweib, Alois. — Burghausen. Geb. um 1756 in Ried, † 8. Jan. 1821 in Burghausen.
17Er war der Sohn eines Kunstschleifers und selbst seines Zeichens Schleifer und Stadtmusikant; auch zwei von seinen Söhnen, die ihn (von 10 Kindern) überlebten, waren Kunstschleifer. Er machte also nur als Dilettant Geigen, wenn er sich auch „Geigenmacher“ nannte. Seine Arbeit erinnert an Mittenwalder Vorbilder; er war nicht ungeschickt, wenn man ihm auch die ungeschulte Hand ansah.
19Viertel, Holm. — Aachen. Geb. 1865 in Zwickau.
20Mit vier Jahren verwaist, kam er zu dem Guitarrenmacher Gütter nach Markneukirchen. Durch Moritz G., den einzigen Sohn seines Pflegevaters, wurde in ihm die Lust erweckt, Geigenmacher zu werden; er trat bei Reinhold Paulus (jetzt in Firma Weicholt) in die Lehre, ging 1884 nach Dresden und im selben Jahre noch zu A. Riechers nach Berlin, bei dem er drei Jahre lang blieb. 1888 machte er sich in Markneukirchen selbstständig, siedelte aber im August 1896 nach Aachen über, wo seit dem Tode Darche’s kein Geigenmacher mehr ansässig war. Er ist ein tüchtiger Künstler, bei seinen neuen Geigen copirt er Stradivari und wendet den Riechers’schen Lack (Spirituslack mit etwas Terpentinöl) an. Den Bassbalken setzt er erst nach dem Lackiren ein, wodurch er den Ton der neuen Geigen zu veredeln sucht. Er gilt als ein talentvoller Schüler von Riechers und zeichnet sich durch tadellos saubere Arbeit aus.
22Viganzio, Lodovico. — Rom. 1623.
23Ein nur von Valdrighi (3913) erwähnter Lautenmacher.
25Vigoni, A. — Pavia.
26Geigenmacher des 19. Jahrhunderts.
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