Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 710

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

25 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 688. See the scan on archive.org.

1Voboam Rue des Assis. Das älteste Instrument von ihm führt Bruni's Inventaire auf, nämlich eine Guitarre von 'Alexandre Vogeant (sic) le jeune faite en 1664' (S. 201). Eine reich mit Elfenbein eingelegte französische Guitarre von 1682 besitzt das Pariser Conservatorium des Arts-et-Métiers (No. 7006). Der Name kommt in allen möglichen Schreibweisen vor: Vauboam, Vogeant, auch oft nur kurz Alexandre le Jeune. Geigen von ihm sind nicht bekannt, dagegen ausser sehr schönen Guitarren auch zu Guitarren umgearbeitete Theorben.
3Voboam, Jean. — Paris. 1676. 1699.
4Wahrscheinlich ein Sohn von Alex. V. l. j. Von ihm sind zwei schöne Guitarren, angeblich aus dem Besitze des Frl. v. Nantes (Tochter Ludwig's XIV.) stammend, von 1676 und 1687 bekannt. Im Museum des Pariser Conservatoriums ist eine ungemein reich eingelegte Guitarre von 1693; auch die Guitarre mit kunstvoller Rose von 1699 in Berlin, kgl. Sammlung, dürfte ihm zuzuschreiben sein.
6Voboam. — Paris. 1730.
7Wenn man nicht annehmen will, dass Alex. oder Jean V. ein Alter von fast 100 Jahren erreicht hat, so ist eine Bassviola im Pariser Museum des Arts-et-Métiers mit dem geschriebenen Zettel einem Sohne oder Enkel der Genannten zuzuschreiben.
9Voel, E. — Mainz. 1840.
10Er arbeitete nach Stradivari, wurde aber von Jak. V. übertroffen.
12Voel, Jakob. — Mainz, Frankfurt a./M. 1837. 1840.
13(Sohn von E. Voel?) Er arbeitete recht sauber nach Stradivari; nur die F-Löcher sind zu breit ausgeschnitten; die Schnecke ist dagegen recht hübsch; auch sein röthlichgelber oder röthlichbrauner Lack wäre nicht übel, wenn er ihn besser geschliffen hätte.
15Völker, Carl August. — Hannover. 1873. 1901.
16Er ist gelernter Uhrmacher und hat sich seit 1873 auch auf das Geigenmachen verlegt. Er copirte u. A. eine Geige Duiffopruggar's und hat sich viel mit der Theorie des Geigenbaus beschäftigt. In P. de Wit's Zeitschrift veröffentlichte er mehrere Aufsätze über 'das Geheimniss der Cremoneser Geigen', 'den altitalienischen Geigenlack' etc. Das Geigenmachen soll er bei Diehl erlernt haben.
18Völler, Johann Heinrich. — Kassel. Geb. 7. März 1768 zu Angersbach bei Giessen, lebte noch nach 1826.
19Er war der Sohn eines unbemittelten Ackersmanns und wurde 1801 zum Hof-Musikinstrumentenmacher in Cassel ernannt. Er ist hauptsächlich durch einige Erfindungen an Tasteninstrumenten, u. A. eines 'Apollonium' genannten Cimbels, bekannt geworden; er soll auch Lauten und Guitarren gemacht haben, Geigen von ihm sind mir jedoch nicht vorgekommen. Seine kurzgefasste Biographie gab Caspar Nöding im Jahre 1823 heraus; er starb vor 1828.
21Vörle, s. Wörle.
23Vogel (Vogl), Hanns. — Nürnberg. 1563.
24Obwohl er nicht ungeschickt war, wie ein Contrabass von ihm im Germanischen National-Museum in Nürnberg beweist, so scheint er doch in keinem grossen Ansehen gestanden zu haben, da er in den einschlägigen Werken, auch denen nürnbergischen Ursprungs, nirgends erwähnt wird.

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