Scan 711
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Vogel, Wolf (Wolfgang). — Nürnberg. † 18. Febr. 1650.
2Vielleicht ein Sohn von Hanns V. Andreas Gulden sagt (1660) in seiner Fortsetzung zu Neudörffer's Nachrichten von Wolf Vogel: 'War ein berühmter Instrumentenmacher, und bey den Liebhabern der Musik sehr in Ansehen. Er starb den 18. Febr. Ao. 1650.' In 'Norischer Christen Freydhöfe Gedächtnis', Nürnberg 1682, ist die Abschrift seines Epitaphs mitgetheilt, Th. 1 S. 114 No. 813: 'Misericordias Domini cantabo in Aeternum. — Hier liegt begraben der Erbar Wolfgang Vogel, verschied — und Elisabethe, ein geborne Wahlin, sein ehe- liche Hausfrau, verschied den — auch ihrer Leibes-Erben, denen GOtt genaden wolle. Amen.' (Vgl. auch Neudörffer's Nachrichten, ferner Doppelmayr S. 298.)
4Vogelhuber, Thomas. — Kremsmünster. 1693. † 1732.
5Er erscheint zuerst 1693 und war viel für die Benedictiner-Abtei beschäftigt. Im Jahre 1714 nennt er sich 'Tischler und Geigenmacher'.
7Vogl, Joh. Christ. — Eppendorf. Ende des XVII. Jahrh.
8Eine Lautentheorbe von ihm besitzt das Münchner National-Museum. Ob das sächsische Eppendorf oder der gleichnamige Hamburger Vorort etc. gemeint ist, lässt sich nicht feststellen.
10Vogler, Anton. — Nürnberg. 1705.
11Es wird zwar vermutet, dass er ein älterer Bruder Joh. Georg V.'s in Würzburg gewesen sei, doch ist dies unwahrscheinlich.
13Vogler, Johann Georg. — Würzburg. Geb. 22. April 1692 in Hopferau bei Füssen, † in Würzburg nach 1750.
14Zweiter Sohn des Müllers Marquard V. Er kam in das nahegelegene Füssen zu einem der besten Geigenmacher in die Lehre und erlernte dort ausser dem Geigenmachen auch das Geigen- und Violoncellospiel so gut, dass er als Musiker und Geigenmacher in die fürstbischöfl. Capelle in Würzburg eintreten konnte und Hof-Geigenmacher wurde. Er wohnte in der Vorstadt Pleichach; das jüngste von seinen neun Kindern war der nachmals so berühmte Abbé Vogler (geb. 1749, † 1814). Joh. G. V.'s Geigen sind von guter Arbeit, wenn auch manchmal plump in der Form. Eine Arbeit von ihm aus dem Jahre 1745 besitzt das Darmstädter Museum (Inv. 1857/98 No. 22).
16Vogt, Albert, lebte im XIX. Jahrh. in Mannheim.
17Vogt, Jakob. — Freiburg i./Schw. 1467.
18Er stammte aus Luzern, wurde als Saitenmacher zum Bürger aufgenommen und hat wohl auch Lauten gemacht. Vgl. das Freiburger Bürgerbuch S. 85b (Pergamentband im Fr. Staatsarchiv).
20Voigt (Voight), Martin. — Hamburg. 1726.
21Vielleicht ein Schüler von J. Tielke, in dessen Stil er arbeitete. Ich kenne von ihm nur eine reich mit Elfenbein eingelegte Viola da Gamba, die 1872 im S. Kens.-Mus. in London ausgestellt war, und die noch dadurch auffiel, dass auf dem Boden Apollo, Venus, Merkur und Diana abgebildet erschienen.
22v. Lütgendorff, Geigen- und Lautenmacher.
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