Scan 726
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
19 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 704. See the scan on archive.org.
1Weiss (Weisz), Johann Ambrosius. — Basel.
21621.
3Eine Laute in Berlin aus der Sammlung Snoeck trägt den Zettel:
4Welcker, Heinrich. — Frankfurt a./M., Darmstadt. Geb. in Gontershausen (Hessen) 1811, † 15. Juni 1873 in Darmstadt.
5Nach seinem Geburtsort schrieb er sich „Welcker von Gontershausen“ und nannte sich einen Verfertiger musikalischer Tonwerkzeuge. In einer Reihe von theoretischen Schriften über den Instrumentenbau beschäftigte er sich auch näher mit dem Geigenmachen.
6Weller, Carl August Wilhelm. — Markneukirchen. Geb. 9. März 1850.
7Schüler seines Vaters Carl Wilhelm W. Im Jahre 1879 begründete er unter der Firma August Weller junior sein eigenes Geschäft und war 1888 Mitglied des Gesellen- und Lehrlingsausschusses.
8Weller, Carl Wilhelm. — Markneukirchen. Geb. 16. Dec. 1822, † 30. Aug. 1889.
9Schüler von Wilhelm Reichel. Wenn er auch hauptsächlich billigere Geigen machen musste, so besass er doch schätzenswerthe Kenntnisse und war seinen Schülern ein tüchtiger Lehrer.
10Weller, Hermann. — Odessa. 1895.
11Nachdem er in Deutschland und Ungarn als Geigenmacher-Gehilfe thätig gewesen war, liess er sich in Odessa nieder.
12Weller, Friedrich Wilhelm. — Markneukirchen. Geb. 1. Juni 1854.
13Bruder von Carl Aug. W., als Geigenmacher ein Mann von ehrlichem Können. Er begründete seine Werkstatt 1881.
14Wendtner s. Wöndner.
15Wenger, Gregori Ferdinand. — Augsburg. Geb. vor 1680, † nach 1757.
16Er stammte aus Wien und heirathete am 23. Oct. 1701 die Wittwe des Augsburger Lautenmachers Jakob Fichtl. Ob er in Wien gelernt oder gearbeitet hat, lässt sich nicht feststellen; dass er aber in Salzburg gelebt habe, wie so oft behauptet wird, erscheint ganz ausgeschlossen, da noch nie eine Arbeit von ihm, die von dort aus datirt wäre, zum Vorschein kam. Er gehört zu den besten Augsburger Meistern; sein Modell erinnert an Stainer und Albani, ist aber originell in den Umrissen und den Einzelheiten. Die Halbkreislinien sind beim Hals und beim Klotz gerade abgeplattet, die Einlagen sind 3 1/2 mm vom Rand abstehend, die Hohlkehle ist tief und die Wölbung ziemlich hoch, das Holz ist gut gewählt, der Boden meist nach der Schwarte geschnitten, der Lack wechselt ab von hellrother bis dunkelbrauner Farbe. Die Schnecke ist klein und hat einen gestreckten Wirbelkasten, doch finden sich hier häufig Engels- oder Thierköpfschen (Löwen, Bären etc.). Die Maasse theilt Piegendorfer mit. Im Ton sind seine Violen und Violoncelli am besten. Arbeiten von ihm besitzen u. A. das Nationalmuseum in München, das Germanische Museum in Nürnberg (Violine von 1754), Berlin aus der Sammlung Snoeck (Zither von 1750), Paul de Wit' etc.*). Er machte auch viele Lauten und Theorben.
18*) Bei Valdrighi findet sich der Name entstellt in Vinzer und sogar Singer!
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- Welcker, Heinrich
- Weller, Carl August Wilhelm
- Weller, Carl Wilhelm
- Weller, Hermann
- Weller, Friedrich Wilhelm
- Wenger, Gregori Ferdinand
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