Scan 731
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
28 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 709. See the scan on archive.org.
1Wild, Johann Georg. — Markneukirchen. Geb. 15. Jan. 1780, † 25. Jan. 1840.
2Wahrscheinlich Sohn und Schüler von Franz Anton Wild, aber weniger geschickt, als dieser.
4Wilde, Johann. — St. Petersburg. Geb. in Bayern 1741. † 1770.
5Seit 1741 kais. russ. Kammermusiker, 1764 Alters halber pensionirt; ein trefflicher Geigenspieler, der als Dilettant verschiedene Instrumente und allerlei Erfindungen gemacht hat, so einen Dämpfer, der mit dem Kinn regiert wurde, eine Geige, deren Boden aus Pergament hergestellt war, ein sehr kleines, zusammenlegbares Cello, auch die sog. Nagelgeige und die sog. Stockgeige (verlängerte Pochette) etc. etc. hat er erfunden.
7Wildmann, L. P. (oder L. T.), betreibt ein Geigen- und Claviergeschäft in Danbury (Conn. Am.).
9Wilfer, Albin. — Leipzig. Geb. 15. Jan. 1870 in Bad Elster.
10Schüler von Friedrich Weller in Markneukirchen. Er arbeitete als Gehilfe bei Carl Wilh. Weller, Hans Jäger und Wilh. Ficker, dann bei Liebich in Breslau und A. Hermer in Leipzig, bis er 1891 in Markneukirchen sein eigenes Geschäft gründete. Im October 1897 übernahm er die erste Meisterstelle bei Jul. Heinr. Zimmermann in Moskau, kehrte aber nach einem Jahre wieder zurück, da er sich in Russland nicht behaglich fühlte, und liess sich in Leipzig nieder, wo er am 1. October 1898 sein Geschäft eröffnete. Er macht alle Streichinstrumente nach italienischem und nach eigenem Modell; letzteres ist etwas länger als die üblichen, in der Brust etwas breiter, die Zargen nicht sehr hoch. Auch nach Dr. Grossmann's Theorie macht er Geigen. Er verwendet meist Sprit-, aber auch Oellack. Vater, Grossvater und Urgrossvater waren gelernte Geigenmacher, übten aber die Kunst nicht aus. Ausser seinem Zettel verwendet er auch einen Brandstempel: * A. * W. * (Die Jahreszahl ist ganz mit Tinte geschrieben)
12Wilfer. — Schönbach b./E.
13Eine nordböhmische Geigenmacherfamilie; zu ihr gehören:
14Wilfer, Johann, arbeitet noch.
15Wilfer, Joseph Carl, geb. 5. Oct. 1855 in Absroth, arbeitet jetzt in Markneukirchen.
16Wilfer, Karl I., war recht geschickt und 1826 schon Meister.
17Wilfer, Karl II., lebt noch.
18Wilfer, Wenzel (Wenzl), war 1826 Mitglied der Geigenmacher-Innung.
20Wilkinson. — Dublin. 1820.
21Theilhaber der Firma Perry and Wilkinson.
23Will, Leopold. — Genf. 1880.
24Es steht nur fest, dass er mit Geigen gehandelt hat; ob er selbst Geigenmacher war, wie behauptet wird, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.
26Willems, Hendrick I. — Gent. 1651. 1698.
27Vielbeschäftigter Geigen- und Lautenmacher des 17. Jahrhunderts. Sein Modell erinnert ebenso an Stainer wie an die Brescianer Schule: hohe Wölbung, scharf hervortretende Ecken, steife und steile F-Löcher. Die Arbeit ist sehr sauber, das Holz der Decke immer sehr gut; nur zum Boden, der bei den Violen
Makers on this page
- Wild, Johann Georg
- Wilde, Johann
- Wilfer, Albin
- Wilfer, Johann
- Wilfer, Joseph Carl
- Wilfer, Karl I.
- Wilfer, Karl II.
- Will, Leopold
- Willems, Hendrick I.
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.