Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 74

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

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1und unklar. Da in England aber — wie leider auch anderwärts — moderne Geigen schlecht bezahlt werden, verlegte er sich auf das Nachahmen alter Instrumente, besonders solcher Amatis, worin er es zu grosser Meisterschaft brachte.
3Betts, John Edward (»Old John Betts«). — London. Geb. 1755, † im März 1823.
4Schüler des älteren R. Duke. Er stammte aus Stamford, Lincolnshire und war weniger hervorragend als Geigenmacher wie als Händler und Kenner. Die Geigen, die seinen Namen tragen, sind sehr verschieden, was daher kommt, dass Carter, sein Neffe Betts, B. Fendt und seine Söhne, Panormo etc. für ihn arbeiteten. Er liess u. A. treffliche Copien nach den Cremoneser Meistern herstellen. Sein Geschäftsnachfolger war sein Bruder Arthur B., der Violinlehrer gewesen war.
6Betz s. Petz.
8Beuthner, Johann Ulrich. — Hamburg. 1710.
9Sein Name kommt auf einem Reparaturzettel in der Sammlung Hammer vor. Er scheint jedoch das Bürgerrecht nicht besessen zu haben, weshalb sich nichts Näheres über ihn ermitteln liess.
11Beveridge, William. — Aberdeen. Geb. Juli 1821 in Craigh, Tough, † Aug. 1893 in Chapel of Garioch.
12Als Sohn eines Farmers beschäftigte er sich im Winter mit dem Ausstopfen von Vögeln, Schnitzen von Schnupftabaksdosen und Geigenmachen. Auf das Letztere verlegte er sich nach dem Tode seines Vaters ganz und gar. Seine Violinen sind hübsch gemacht, oft reich verziert, haben aber keinen grossen Ton. 1886 erhielt er auf der Ausstellung in Edinburg für Geigen eine ehrenvolle Erwähnung.
14Beyer, Emil. — Erfurt. 1895. 1900.
15Als Geigenmacher ein tüchtiger Meister, dessen mehrfach ausgestellte Arbeiten stets Anerkennung fanden. 1899 erhielt er ein Patent für einen Steg.
17Bianchi, Giovanni. — Florenz. 1746.
18Gute Arbeit, aber plumpes Modell, gelber Lack. Hauptsächlich kommen Violoncelli von ihm vor.
20Bianchi, Nicolo. — Aix. Paris. Genua. Nizza. Geb. 1796 in Genua, † 1881 in Nizza.
21Nachdem er bei Bagatella, F. Calcagni, Cerutti und Pressenda gearbeitet hatte, liess er sich zunächst in Aix nieder, wo er noch 1845 lebte; er ging dann nach Paris. Seine Werkstatt hatte er bis 1868 in der Rue Croix des Petits-Champs. Er war als Reparateur geschätzt und reparierte auch die Bassviola Gaspar da Salò's im Museum des Pariser Conservatoriums (No. 197). Von 1868 bis 1872 war er in seiner Vaterstadt und zog dann nach Nizza, wo er starb. Er darf nicht mit Mitgliedern der Familie Bianchi verwechselt werden. Sein Schüler und Nachfolger ist Bovis.

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