Scan 740
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Wunderlich, Wilhelm. — Markneukirchen. Geb. 1818, † 1901.
2Er erlernte zwar das Geigenmachen, wurde aber sehr frühzeitig Guitarrenmacher. Gegenwärtig ist Wilhelm August Wunderlich, geb. 19. März 1863, als Geigenmacher in Markneukirchen thätig.
4Wurlizer, Hans Adam. — (Mark-)Neukirchen. 1732.
5Er wird in den Kirchenbüchern noch 1748 erwähnt; weitere Nachrichten fehlen. Ein C. Rudolf W. lebt noch als Saiteninstrumentenmacher in Cincinnati.
7Wurm (Wurmb), Philipp Jakob. — Wien. 1772, † nach 1787.
8Er war der Nachfolger von Johann Georg Huber und legte am 9. Mai 1772 den Bürgereid ab. Er wohnte im „Tiefen Graben“ No. 369 und kommt von 1772—1775 in den Steuerbüchern vor; von 1775—1787 ist er „in der Bürgerlaad“ (Bürgerlade). Im Jahre 1787 wird Jakob Fux sein Nachfolger. Da aber noch Geigen mit der Jahreszahl 1803 vorkommen, so scheint er sein Geschäft verkauft zu haben.
10Wurmer, Antonius. — Garmisch. 1767.
11Seine Arbeit entspricht der Klotz-Schule; er war aller Wahrscheinlichkeit nach ein Mittenwalder, da auch der 1830 in Garmisch als Forstwart gestorbene Cölestin Wurmer — vielleicht ein Bruder unseres Geigenmachers — am 6. August 1773 in Mittenwald geboren war.
13Wutzelhofer (Wutzlhofer), Bernhard. — Brünn. Geb. um 1790, † um 1865.
14Sohn von Sebastian W. und wohl auch dessen Schüler. Er stand der väterlichen Werkstatt Anfangs als Werkführer seiner Mutter vor und wurde um 1850 selbstständig. 1853 erscheint er als Besitzer des Hauses, das sein Vater von der Wittwe des Geigenmachers Hentschl erworben hatte. Er war geschickt und hat recht gute Violinen gemacht, die als lobenswerthe Copien nach Stradivari gelten können. Die Firma bestand noch nach 1880. Sein Nachfolger ist Josef Kliment.
16Wutzelhofer, Sebastian. — Brünn. 1782. † vor 1827.
17Er wurde als „incorporierter Lauten- und Geigenmacher“ am 3. Mai 1782 Bürger von Brünn und wohnte in der hinteren Rathhausgasse No. 228 (jetzt Schwertgasse No. 8), und zwar noch 1806. Das Haus gehörte ursprünglich der Wittwe des Geigenmachers Hentschl. Im Jahre 1827 ist Sebastian’s Wittwe Anna Besitzerin des Hauses. Wutzelhofer war demnach der Nachfolger Hentschl’s und vielleicht auch dessen Schüler. Er steht als tüchtiger Meister in gutem Andenken.
19Wyemann, s. Weynmann.
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- Wurlizer, Hans Adam
- Wurm, Philipp Jakob
- Wurmer, Antonius
- Wutzelhofer, Bernhard
- Wutzelhofer, Sebastian
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