Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 77

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

24 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 55. See the scan on archive.org.

1Bizey, Charles. — Paris. 1716.
2Er wird zwar wiederholt für einen Geigenbauer ausgegeben, war aber Holzblasinstrumentenmacher in der Rue Dauphine und nannte sich ausdrücklich: Inventeur de plusieurs instruments à vent. Falsch ist es, seinen Namen «Bizet» zu schreiben.
4Blahowetz, Josef. — Markneukirchen. Geb. in Ober-Schönbach i. B. 13. Juni 1857.
5Handwerksmässig arbeitender Geigenmacher, der für Markneukirchner Handelshäuser Geigen baut, die mit Zetteln «nach den Modellen» beklebt werden, Einige wenige, besser ausgeführte Geigen tragen jedoch seinen eigenen Zettel.
7Blair, John. — Edinburgh. 1790. 1820.
8Anfangs arbeitete er allein, später mit Matthew Hardie zusammen, der wahrscheinlich sein Schüler war. Blair war jedenfalls der Geschicktere von Beiden. Zettel scheint er nicht verwendet zu haben, doch schrieb er manchmal seinen Namen in seine Arbeiten und verwendete eine Brandmarke J. B. Sein Spirituslack, der jetzt ziemlich braun aussieht, war ursprünglich gelblich. Er arbeitete nach Stradivari.
10Blair, Willie. — Abergeldie (Schottland). Geb. 26. Okt. 1793 unweit Ballater, † daselbst 12. Nov. 1884.
11Ursprünglich ein Zimmermann und trefflicher, bei Hof angesehener Geiger, bekannt als «the Queens Fiddler». Er erhielt von Peter Hardie Anleitung im Geigenmachen und war nicht ungeschickt, hatte aber den Fehler, sein Geigenholz zu backen, wodurch er seine Arbeiten selbst ruinirte.
13Blaise. — Mirecourt. 1822.
14Als Geigenmacher in keiner Weise hervorragend, war er doch ein verdienstvoller Lehrmeister; als seine besten Schüler darf man die beiden Silvestres bezeichnen. Er war wahrscheinlich auch der Vater von Joseph Blaise in Genf.
16Blaise, Joseph (nicht Jules). — Genf. 1855. † 23. Oct. 1882.
17Er kam um 1855 aus Mirecourt nach Genf, nachdem er vorher eine Zeit lang bei den Brüdern Silvestre in Lyon gearbeitet hatte. Er gab den Geigenbau bald auf und beschränkte sich mehr und mehr auf den Verkauf von Mirecourter Fabrikwaaren, die er oft mit seinem Zettel versah. Auch als Reparateur war er ohne Bedeutung.
19Blanchard, François. — Mirecourt. 1830.
20Obwohl er gelernter Geigenmacher war, beschränkte er sich doch auf den Bau von Lauten und Guitarren. Sein Enkel ist Paul Bl. in Lyon.
22Blanchard, Paul François. — Lyon. Geb. 10. Febr. 1851 in Mirecourt.
23Schüler von Auguste Darte, arbeitete bei Daniel in Marseille und war dann 7 Jahre lang Gehilfe im Hause Silvestre in Lyon. Im Jahre 1876 gründete er in Lyon sein eigenes Geschäft und brachte es bald als geschickter Geigenmacher und Reparateur zu grossem Ansehen. Seine Arbeit ist tadellos; schönes Holz und feiner, ambrarother, feuriger Lack von gesättigtem Aussehen zeichnen seine Instrumente, die sehr gut im Ton sind, aus. Er baut hauptsächlich nach Ant. Stradivari und Guarneri mit vielem Glück, manchmal auch nach Amati. Er besitzt viele erste Preise, ist Geigenmacher des Conservatoriums in Lyon und

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