Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 50

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

23 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 26. See the scan on archive.org.

1Baader, Franz. — Mittenwald. 1889. 1901.
2Ein tüchtiger Meister, der seit 1889 als Geigenbaulehrer an der Mittenwalder Fachschule wirkt und sich als solcher grosse Verdienste um die blühende Industrie seiner Heimath erworben hat.
4Baader, J. A., & Co. — Mittenwald.
5Neben Neuner & Hornsteiner die bedeutendste Firma in Mittenwald, die ihre Gründung in das Jahr 1770 setzen kann. Ein grosser Theil der Geigenmacher des Ortes steht in Diensten dieser Firma oder arbeitet für dieselbe. Der langjährige Inhaber Johann Paul Baader starb am 24. Juni 1899 im 89. Lebensjahre. Jetzt ist Max B., geb. 18. Jan. 1843, sein Nachfolger. Er lernte im väterlichen Geschäfte, unternahm zu seiner weiteren Ausbildung Reisen durch Deutschland, England und Amerika. Er ist, wie sein Vater, Hoflieferant und arbeitet mit trefflich geschulten Leuten. Seine Geigen sind trotz ihrer ungewöhnlichen Billigkeit recht gut, das Holz ist schön, ebenso der Oel oder Spirituslack. Auch die Zithern, die bei ihm hergestellt werden, entsprechen strengen Anforderungen. Er verwendet Zettel mit seiner Firma.
7Baader s. auch Bader.
9Baas, Peter Nielsen. — Kopenhagen. 1708.
10Seine Arbeiten erinnern an die deutsche Schule. Eine sechssaitige Tenor-Viola di Gamba befindet sich bei Claudius in Malmö.
12Bacchetta (Barchetta), Giuseppe. — Cremona und Mantua. 1784.
13Ein selten vorkommender Geigenmacher, von dem ich eine Viola gesehen habe, bei der ausser dem Lack wenig zu loben war.
15Bach, H. E. — Melbourne. 1888. 1900.
16Geigenmacher, der als Reparateur gelobt wird.
18Bachelier, Jean Gaspard. — Paris. 1777. 1789.
19Unbedeutender Geigenmacher, der nur handwerksmässig arbeitete und seine Geigen selten bezeichnete. Er wohnte zuerst in der Rue de la Tissanderie und von 1783 an Place Baudoyer.
21Bachmann, Anton. — Berlin. Geb. 1716 in Berlin, † 8. März 1800 daselbst.
22Er war schon mit 30 Jahren kgl. preussischer Hofinstrumentenmacher und stand in einem Ansehen, das seine Arbeiten nicht rechtfertigen. Seine Violen und Violoncelli werden allerdings ihres starken Tons wegen noch heute von Orchester-Musikern sehr geschätzt, klingen aber roh. Er hat nie gute Modelle gehabt und nie gutes Holz — das er sich zu seiner Zeit in Berlin freilich nur schwer hätte verschaffen können — verarbeitet. Einige seiner Geigen gab er für Copien nach Stradivari aus, er hat, nach diesen zu urtheilen, aber nie ein echtes Instrument gesehen. Seine Wölbung ist steif, nach den Backen zu plötzlich abfallend und in der Brust zu dick, der Lack stumpf, von hässlicher brauner Farbe. Eine Viola da Gamba von 1746 von besserer Ausführung bewahrt die kgl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin (Nr. 831), ein Violoncello von 1757 die Schweriner Hofkapelle. Mehrere Erfindungen, die gewöhnlich seinem Sohne zugeschrieben werden, dürften von ihm herrühren, z. B. Guitarren mit Hammerklaviatur, aber nur seine 1778 bekannt gewordene

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