Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 518

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

24 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 494. See the scan on archive.org.

1Piesendel, Ernst Albin. — Markneukirchen. Geb. 14. Oct. 1865 in Markneukirchen.
2Einer Familie entstammend, der auch der berühmte Geiger Joh. Gg. Pisendel († 1755 in Dresden) angehörte.
4Piète, Noël. — Paris. Geb. um 1760, lebte noch 1810.
5Schüler von Saunier. Man kennt recht gute Violinen und Violoncelli von ihm.
7Pietri, Pietro. — Venedig. 1690.
8Ein Lauten- und Geigenmacher, den nur Valdrighi (2427) erwähnt.
10Pilát, Paul. — Budapest. Geb. in Benešov bei Prag 1860.
11Schüler von Thomas Zach in Wien, arbeitete als Gehilfe bei Gab. Lemböck und David Bittner in Wien und bei Jos. W. Schunda und Ed. Bartek dessen Geschäft er 1883 übernahm. Er macht sehr gute neue Geigen; seine Bogen sind gesucht, und für einen •reconstruirten• Bassbalken besitzt er ein Patent. Er bringt einen selbsterzeugten Bernsteinlack in Anwendung und besitzt seit 1885 eine grosse Zahl von Medaillen und Auszeichnungen. Er verwendet auch Brandmarken.
13Pilichowski, Woycech. — Krakau. 1799.
14Guter polnischer Lautenmacher, von dem die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien eine polnische Zither (Kithara) besitzt.
16Pillement (Pillementi), F. — Paris. 1774. 1831.
17Wahrscheinlich ein Mirecourter. Seine Arbeit ist sehr ungleichwerthig: neben sehr mittelmässigen Violinen findet man manchmal auch solche, die recht gut klingen. Seine Geigen kommen häufig vor, doch sind seine Violoncelli, deren Böden meist aus einem Stück gefertigt sind, in der Regel besser. Sein Lack ist ziemlich dunkel. Er verwendete eine Brandmarke: Pillement à Paris
18Auf einem Zettel von 1830 bezeichnet er sich als F. Pillement père. Es scheint also auch sein Sohn Geigenmacher gewesen zu sein; vielleicht ist dies jener •Lété Pillement• in Turin, dessen Namen man in einer Guitarre las. Die kgl. Sammlung in Berlin besitzt aus der Sammlung Snoeck eine Geige von Pillement (No. 532).
20Pilosio (Pelosio), Francesco. — Görz. Geb. 1. März 1754 (?), † nach 1778.
21In den Kirchenbüchern von Görz kommt ein einziger Francesco Pelosio als Sohn des Andrea und der Teresa vor. Ob dieser mit dem Geigenmacher identisch ist, muss dahingestellt bleiben. Da Manche die Jahreszahl 1778 auf einem seiner Zettel mit 1748 lesen wollen, so müsste vielleicht der am 16. Nov. 1715 geborene Francesco Andrea Pelosio (Sohn des Giacomo und der Maddalena P.) als der Verfertiger der Geigen etc., die den Namen •Pilosius• tragen, angesehen werden, obwohl das durchaus unwahrscheinlich wäre*). Francesco Pilosio war besonders als Violenmacher recht geschickt. Violinen von ihm habe ich nicht gesehen.
23*) Der Name Pelos kommt in Görz sehr häufig vor.

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